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1 (1790) Ueber den menschlichen Verstand
Entstehung
Seite
427
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Von andern philofoph. Syftemen. 427

auch, dafs die Philofoplien diefen Vortheil nicht ausder Acht laflen; fondern, dafs fie fich, fobakl fieihre Studierftube verlaffen haben, wieder mit denübrigen Menfchen in jenen längft verworfenen Mei-nungen vereinigen, nncl thun, als ob unfre Vorftel-lungen unfre einzigen Objekte wären, und in allenihren unterbrochenen Erfcheinungen fortführcnidentifch und ununterbrochen cliefelben zu feyn.

Es giebt noch andre Eigenheiten diefes Syftems,woran man deffen Abhängigkeit von der Phantafiefelir deutlich erkennen kann. Von diefen will ichnur die zwei folgenden bemei'ken. Er ft lieh neh-men wir an, dafs die äufserlichen Objekte den in-nern Vorftellungen gleichen. Nun hab ich fchongezeigt, dafs das Verhältnifs der Urfach und Wir-kung uns nie berechtigt, einen Schlufs von der Exi-ftenz oder den Befchaffenheiten unfrer Vorftellun-gen auf die Exiftenz der äuffern kontinuirlichen Ob-jekte zu machen: und ich füge nun noch hinzu,dafs, wenn es auch eine folche Art zu fchliefsen ver-ftattete, wir dennoch nie einen Grund haben könn-ten, zu fchliefsen, dafs unfre Objekte unfern Vor-ftellungen ähnlich wären. Diefe Meinung hat da-her nirgends, als in der eben erklärten Ejgenfchaftder Phantafie ihren Grund, nach der fie alleihre Begriffe von einer v orh er geg an g e -Den Vorl'tellung entlehnt. Wir könnennie etwas anders denken, als Vorftellungen, unddaher mufs jedes Ding, das wir denken, ihnenähnlich feyn.

Zwei-