Von andern philofoph. Sj'ftemen. 365.
das ift offenbar fchon ein Grad von Wahrfchein-lichkeit; ob er gleich noch ungewifs und veränder-lich ift, nach den verfchiedenen Graden feiner Ge-fchicklichkeit und nach der Länge der Rechnung.Da nun niemand behaupten wird, clafs unfre Le-berzeusruns' bei einem langen Zählen mehr alsWahrfcheinlichkeit ift, fo kann ich ficher behaup-ten, dafs es fchwerlich einen Satz in Anleitung derZahlen giebt, von dem wir eine gröfsere Gewifsheithaben könnten. Denn es ift leicht möglich, durchallmäliges Zufammenziehen der Zahlen, die längftenAdditionsreihen zu den einfachften Aufgaben zu-rückzubringen, denn man kann fie in ein Exem-pel von zwei Reihen formiren; und eben darumlallen lieh die beftimmten Grenzen zwifchen demWiffen und der wahrfcheinlichen Erkenntnifs nichtganz beftimmt und genau angeben, und es ift nichtmöglich, diejenige Zahl zu entdecken, wo dieeine Erkenntnifsart fich endet und die andre fichanfängt. Dennoch aber ift wiffenfchaftliche undwahrfcheinliche Erkenntnifs von fo entgegengefetz-ter und widersprechender Natur, dafs fie gar nichtunmerklich in einander übergehen können, dennfie können gar nicht getheilt werden, und muffenentweder ganz gegenwärtig oder ganz abwefenctfeyn. Denn wenn ein einzelner Theil gewifs wäre,der hinzukäme, fo würde es ein jeder feyn, folg-lich auch das Ganze oder die Totalfumme; manmiifste denn behaupten wollen, das Ganze fey vonallen feinen Theilen verfchieden. Ich hatte bisher
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