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1 (1790) Ueber den menschlichen Verstand
Entstehung
Seite
349
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Von Erkenntnifs und Wahrfeh ein] iclikeit. 349

find? Ich beforge eher, dafs der kleine Fortfeh ritt,den ich durch meine Unterfucliungen mache, dieferBemerkung mehr das Anfehen einer Verteidigungmeiner felbft, als einer Grofsfprecherei geben wird.

Wenn mich irgend etwas über diefen Punktberuhigen kann, fo ift es das, dafs ich mich bemü-he, die Sphäre meiner Erfahrungen, fo viel nur im-mer möglich, zu erweitern; um deswillen wirdman nicht glauben, dafs es aufser meinem Wege lie-ge, wenn ich hier das vernünftige Erkenntnisver-mögen der Thiere eben fo wohl unterfuche, als dasder menfchlichen Gefchöpfe.

Sechzehnter Abfchnitt.

Von der Vernunft der Thiere.

Die nächfte Thorheit nach der, dafs man eineevidente Wahrheit ableugnet, ift, dafs man fichzu viel Mühe giebt, fie Äi vertheidigen; und mirfcheint keine Wahrheit einleuchtender zu feyn, alsdafs die Thiere mit einem Denkvermögen und mitVernunft eben fo gut verfehen find, als die Men-fchen. Die Beweife liegen in diefetn Falle fo deut-lich vor unfern Augen, dafs fie felbft der Dümmfteund Unwiffenelfte nicht überfehen kann.

Alle unfre Schlüffe über Thatfachen gründenfich auf eine gewiffe Art von Analogie, welcheuns beftimmt» von einer Urfache diefelbigen Erfolge

zu