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1 (1790) Ueber den menschlichen Verstand
Entstehung
Seite
342
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34 2 Ueber die menfchliche Natur.

Wirklichen Seyns nicht auf Beweifen, weder aufDemonftrationen, noch auf Anfchauungen beruhenkönne. Diefe Meinung wird nun nach den vor-hergehenden Erklärungen nicht mehr befremdendfclieinen. Wenn wir eine Urfache fo definiren,dafs fie ein Ding fey, das an ein an-deres in dem Raume und in der Zeitgrenzt, und wo alle Objekte, die demerftern ähnlich find, in ein gleichesVerhältnifs der Priorität und Konti-guität gegen folche Objekte gefetztfind, die cle.n letztem, ähnlich find; fokönnen wir leicht begreifen, dafs es keine abfoluteund metaphyfifche Nothwendigkeit fey, dafs jederAnfang der Wirklichkeit folch ein Ding mit liehführen müffe. Definiten wir eine Urfache alsein Objekt, das vor einem andern vor-hergeht und an daffelbe grenzt, unddas mit ihm fo in der Einbildung ver-einiget ift, dafs der Begriff des einendas Gemütli beftimmt, den Begriff desandern zu denken, und clafs die Im-preffi on des einen einen lebhaftemBegriff des andern hervorbringt; fowerden wir noch weniger Schwierigkeit finden,diefer Meinung beizuftimmen. Ein folcher Ein-fiufs auf das Gemüth ift an fich felbft vollkommenaufserordentlich und unbegreiflich; und wir kön-nen von fejner Realität durch nichts, als durch Er-fahrung und Beobachtung gewifs werden.

Endlich