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1 (1790) Ueber den menschlichen Verstand
Entstehung
Seite
312
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312 Uet>er die menfcbliche Natur.

merkfamkeit des Lefers erwecken, und ihn an-treiben, eine vollftändigere Rechtfertigung meinerTheorie und aller Beweisgründe, jworauf fie ge-bauet ift, zu fordern. Diefe Forderung ift auch derVernunft fo angetneffen, dafs ich fie gerechterweifegar nicht abweifen kann; befonders da ich hoffe,dafs diefe Grundfätze durch eine genaue und ftren-ge Unterfuchung an Stärke „und Deutlichkeit nurnoch mehr gewinnen werden.

Es giebt keine Frage, welche fo wohl in An*fehung ihrer Wichtigkeit, als Schwierigkeit, mehrStreitigkeiten unter altern und neuern Philofophenverurfacht hätte, als die, welche die Wirkfamkeitder Urfachen oder diejenige Eigenfchaft betrift,welche macht, dafs auf die Urfachen gewilfe Wir-kungen folgen. Ehe fie fich aber auf diefen Streithätten einlaffen follen, wäre es, wie mich dünkt,nicht unfchicklich cewefen, wenn fie erft unter-fucht hätten, was wir für einen Begriff von je-ner Wirkfamkeit haben, welche den Gegenftanddes Streits ausmacht. Diefen Mangel finde ichhauptfächlich in allen ihren Unterfucliungen, unddeshalb will idi mich hier bemühen, ihn zu er*gänzen.

Ich mache mit der Bemerkung den Anfang}dafs die Ausdrücke Wirkfamkeit, Thätig-keit, Macht, Kraft, Gewalt, NothWen-digkeit, Verknüpfung und hervorbrin-gende Eigenfchaft alle ziemlich nahe ver-wandt oder gleichbedeutend find; und daher ift

es