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1 (1790) Ueber den menschlichen Verstand
Entstehung
Seite
311
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Von Erkcnntnifs und Walrrfclieinliclikeir.

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heit beftimmt wird, aucli dasjenige zu denken,was es gewöhnlich begleitet, und es in einem ftär-kern Lichte wegen feinem Verhältniffe mit dein er-ften Dinge zu betrachten. Hier ift alfo die Impref-fion oder die Beftimmung, welche mir den Be-griff der Nothwendigkeit zuführt.

Ich zweifle nicht, dafs man diefe Schlufsfolgebeim erften Anblicke ohne Schwierigkeiten wirdgelten laffen, da fie eine offenbare und evidenteDeduktion aus Principien ift, welche wir fchon hin-reichend bewiefen., und zum öftern in unferm-fonnement angewandt haben. Diefe doppelte Evi-denz, fo wohl in den erften Principien, als in denDeduktionen, könnte uns vielleicht übereilterweifezur Bestimmung der Konklufion verführen, weilwir uns einbilden, dafs es nichts Aufserordentliclieswäre, nichts, das unfre Aufmerkfamkeit in einemvorzüglichen Grade verdiente. Allein obgleich einfolcher Mangel der Aufmerkfamkeit die Annahmediefer Grundfätze erleichtern möchte, fo würde fieauch auf der andern Seite machen, dafs man fietun clefto leichter wieder vergäfse. Deswegen findeich es für nöihig, eine recht laute Anzeige davonzu geben, dafs ich jetzt eben eine der allerfubtil-ften Unterfuchungen in der Philofophie vollendethabe, nämlich die Unterfuchung über dieMacht und Wirkfamkeit der Urfachen,worauf es bei allen Wiffenfchaften fo aufserordent-lich viel anzukommen fcheint. Eine folclie War*nungsanzehe wird doch natürlicherweife die Auf-

merkfam-