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1 (1790) Ueber den menschlichen Verstand
Entstehung
Seite
287
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Von Eikenntnifs und Waln fcbeinliclikeit. 2g?

fo erweckt man das Princip des Ueberganges, undfolglich auch denjenigen Glauben, Avelcher darausentfteht. Die Lebhaftigkeit der erften Impreffionkann nicht ganz zu dem mit ihr im Verliältniffe{teilenden Begriffe gebracht werden , wenn entwe-der die Verbindung der Objekte nicht beftändig ift,oder Avenn die gegemvärtige Impreffion nicht voll-liommen einer folchen ähnlich ift, mit der wir an-f dre vereiniget zu feilen geAVohnt find. In folchen; Wahrscheinlichkeiten des Zufalls und der Urfachen,avovoii Avir oben geredet haben , fehlt es an der Be-händigkeit der Vereinigung; und in der Wahr«fcbeinliclikeit, die auf der Analogie beruhet, triftdie Aehnlichkeit nicht vollkommen zu. Ohne ei-nigen Grad von Aehnlichkeit oder Vereinigung iftes unmöglich, einen Schlufs zu formiren; aber dadiefe Aehnlichkeit viele verfchiedene Grade zuläfst,fo Avird unfre Erkenntnifs nach diefer Proportionmehr oder weniger zuverläffig und gevvifs. EineErfahrung verliert von ihrer Kraft, wenn fie aufFälle angewandt wird, die nicht vollkommen ähn-lich find, ob es gleich Eicher ift, dafs fie, fo langenur noch einige Aehnlichkeit da ift, immer nochfo viel davon behält, dafs fie den Grund zu einigeri Wahrfcheinlichkeit geben kann.

Drei-