Ueb er die men fchli che Natur.
Urfache aus einer Zahl von Theilen befteht,. unddie Wirkung nach der Veränderung der Zahl derTheile gefchwächt oder verftärkt wird, die Wir-kung, eigentlich zu reden, ein zufammengefctztesGanze ift, das aus der Vereinigung der verfchiede-jien Wirkungen entfpringt, die von jedem Theileder Urfache herkommen. So fchliefsen wir, weildie Schwere eines Körpers nach der Zu - oder Ab-nahme feiner Theile fteigt oder fällt, dafs jederTheil diefe Eigenfchaft enthalten und zur Schweredes Ganzen etwas beitragen muffe. Die Abwefen-heit oder Gegenwart eines Theils der Urfache iftmit der Abwefenheit oder Gegenwart eines propor-tionirlichen Theils der Wirkung begleitet. DiefeVerknüpfung oder beftändige Vereinigung beweifetzur Genüge, dafs der eine Theil die Urfache desandern fey. Da nun der Glaube, den wir auf ei-nen Erfolg fetzen, nach der Zahl der Fälle odervergangenen Erfahrungen fteigt oder fällt, fo mufser ebenfalls als eine zufammengefetzte Wirkung be-trachtet werden, wovon ein jeder Theil von einerproportionirlichen Zahl von Fällen oder Erfahrun-gen herrührt.
Nun wollen wir diefe drei Anmerkungen zu-faimnennehmen, und feiten, was wir für Folge-rungen daraus herleiten können. Bei jeder Wahr-icheinlichkeit findet fich eine entgegengefetzte Mög-lichkeit. Diefe Möglichkeit befteht aus Theilen,die mit den Theilen der Wahrfcheinlichkeit gänz-lich gleichartig find, und welche folglich auf das
Gemiith