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1 (1790) Ueber den menschlichen Verstand
Entstehung
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24 ° Ueber die menfchliche Natur.

Zehnter Abfc. hnitt.

Von .dem Einfluffe des Glaubens.

Aber obgleich die Erziehung als ein irrigerGrund, irgend einer Meinung Beifall zu geben, inder PhiJofophie verfchrieen ift, fo hat fie dennochin der Welt l'tets das Obergewicht, und ift die Ur-fache, weshalb anfänglich alle Syfteme, wenn fieneu und ungewöhnlich find, verworfen werden.jDiefes wird auch vielleicht das Schickfal deffenleyn, was ich bisher von dem Glauben gefagthabe, und ob mir gleich die Beweife, welche ichhervorgebracht habe, vollkommen bündig Vorkom-men, fo erwarte ich doch nicht, dafs ich eben vielProfelyten für meine Meinung machen werde. DieMenfchen werden fielt kaum überreden, dafs Fol-gen von folphcr Wichtigkeit aus Grundfätzen iliel-fen können, die dem Scheine nach fo unbeträcht-lich find, und dafs der gröfste Tneil unfrer Schlüffemit allen unfern Handlungen und Leidenfchaftendurch nichts, als Gewohnheit und Fertigkeit ent-Banden feyn könne. Diefem Einwurfe zu be-gegnen ,

ich es keinem von Beiden entgegenfetze, fo ift esgleichgültig, ob man es in dem weitern oder en-gem Sinne nimmt, oder wenigftens wird derKontext das, was darunter verhandelt wird, al-lemal hinlänglich erklären.