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1 (1790) Ueber den menschlichen Verstand
Entstehung
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154 lieber die menfchli clie Natur.

dien , aufser fo fern fie auf irgend eine Art mit je-nem in Verbindung ftehen.

Es findet fich nichts in den Objekten, worauswir fcliliefsen könnten , dafs fie allemal von ein-ander entfernt, oder allemal unmittelbarneben einander feyn müfsten; und wenn da-her Erfahrung und Beobachtung lehrt, dafs ihr Ver-liältnifs in diefem Stücke unveränderlich ift, fofchliefsen wir allemal, dafs irgend eine geheimeUrfache da feyn muffe, welche fie fcheidet odervereiniget. Eben diefes gilt auch von der Identi-tät. Wir tragen kein Bedenken, vorauszufetzen,dafs ein Objekt daffelbe Individuum bleibe, ob esgleich in verfchiedenen Zeiten unfern Sinnen baldgegenwärtig, und bald von denfelben entfernt ift;denn ohnerachtet diefer Unterbrechung der Wahr-nehmung legen wir ihm doch Identität bei, undfchliefsen, dafs, wenn wir uufer Auge oder un-fre Hand immer gegen daffelbe gehalten hätten, esvon uns unveränderlich und ununtei'brochen würdewahrgenommen worden feyn. Aber diefer Schlufs,der ebenfalls über die Impreffionen unfrer Sinnegeht, kann fich abermals nur auf. die Verknüpfungxwifchen Utfache und W i rku n g gründen;und wir können auf eine andre Werfe nicht ficherfeyn, ob fich das Objekt in Beziehung auf uns nichtverändert habe, fo ähnlich auch das neue Objektdemjenigen feyn mag, welches vorher auf die Sinnewirkte. Sobald wir eine folche vollkommne Aehn-licbkeit entdecken, unterfuclien wir, ob fie diefer

Art