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1 (1790) Ueber den menschlichen Verstand
Entstehung
Seite
118
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n8 Ueber die menfchli che Natur.

wort, die ich auf den einen zu geben habe, eineFolge von der ift, die ich für die andern gebrau-chen will.

Erftlich kann man fagen: Die Menfchenhaben feit vielen Jahrhunderten über den leeren undvollen Raum disputirt, ohne dafs fie im Stande ge-wefen find, die Sache zu einer endlichen Entfchei-dung zu bringen; und die Philofophen halten liehfelbft bis auf diefen Tag noch für berechtigt, unterbeiden Meinungen eine zu wählen, je nachdem fieihre Phantafie leitet. Aber der Streit über die Din-ge felbft mag einen Grund haben, weichen er will,fo mufsman doch zugeben, dafs fich wenigftens inBeziehung auf die Begriffe etwas Gewifi'es ausma-chen laffen miiffe, und dafs es ganz unmöglich fey,dals die Menfchen über den leeren Raum fo langehätten räfonniren und ihn entweder vertheidigenoder verwerfen können, wenn fie nicht wenigftenseinen Begriff von dein hätten, was fie vertheidigenoder verwerfen.

Zweitens, wenn man diefen Beweis für dieRealität, oder wenigftens für die Möglichkeit desBegriffs eines Vakuums nicht follte gelten laffen,fo werden fie folgende Schlüffe beweifen können.Jeder Begriff ift möglich, der eine nothwendigeund richtige Folge anderer möglichen Begriffe ift.Wenn wir nun annehmen, dafs die Welt gegenwär-tig den Raum erfülle, fo können wir fie uns leichtohne Bewegung denken; und dieferBegriff mufs ge-wifs als möglich eingeräumt werden. Es mufs ferner

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