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Stande vergleichen, fo finden wir zwei von einanjder abgefonderte Aehnliclrkeiten, die bei dem er*ften völlig unzertrennbar fchienen und auch wirk*lieh find. Nach einiger Uebnng diefer Art fangenwir an, die Figur von der Farbe in dem Ver-ftande (diitinctione rationis) zu unterfcheiden,da fie doch der Realität nach diefelbigen find, undganz unabänderlich zufammenbleiben ; aber wir be-trachten fie in verfchiedenen Rückfichten nach denAehnlichkeiten, die fie an ficli haben. Wollenwir an der Kugel von weifsein Marmor blos die Fi-gur erwägen, fo bilden wir eigentlich wirklich zweiBegriffe, nämlich von der Figur und von der Farbe,aber wir richten unfer Auge ganz unmerklich auffeine Aehnliclikeit mit der Kugel von fchwarzemMarmor: fo auch, wenn wir blos ihre Farbe be-trachten wollen, lenken wir unfern Blick nach ih-rer Aehnliclikeit mit dem Kubus von weifsem Mar-mor. Auf diefe Art begleiten wir unfre Begriffe miteiner Art von Reflexion, die'wir aus Gewohnheitfalt gar nicht merken. Ein Menfch, der da verlangt,clafs man die Figur einer weifsen Kugel betrachtenfolle, ohne an ihre Farbe zu denken, verlangt eineUnmöglichkeit: aber feine Meinung ift, dafs wirzwar Figur und Farbe zufammen betrachten kön-nen, aber wir l’ollen unfer Augenmerk nur auf dieAehnliclikeit mit der fcliwarzen oder irgend einerandern Kugel ohne Riickficht auf ihre Farbe undMaterie richten.
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