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1 (1790) Ueber den menschlichen Verstand
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Ueber die menSchliche Natur*

des Untergebenen clem Obern Vergnügen und Vor-theil bringt.

Diefes find alfo die Gründe der Vereinigungoder des Zufammenlianges unter unfern einfachenBegriffen> welche in der Phantafie die Stelle jenerunzertrennlichen Verknüpfung verfehen, wodurch.Ce in unferin Gedächtnifs verbunden find.

D as ift alfo eine Art von Anziehung s«-kraft, die in der Verftandesweit nicht wenigeraufserordentliche Wirkungen hervorbringt, als intder körperlichen Natur, und die fich hier in ebenfo vielen als mannichfaltigen Gehalten zeigt. IhreWirkungen find allenthalben fichtbar; aber was ih-re Urfachen anbetrift, fo find fie gröfstentheils un-bekannt, und müffen in den urfprünglichenEigenfchaften der menfchlichen Natur gefucht wer-den, welche zu entfalten ich mir nicht anmafse.Es wird von einem wahren Philofoplien nichtsmehr gefordert, als dafs er fein ungezähmtes Ver-langen, in die Urfachen zu forfchen, einzufchrän-ken wiffe, und dafs er fich, wenn er feinen Satzdurch eine hinlängliche Menge Erfahrungen be-feftiget hat, dabei begnüge, wenn er fielit, dafseine weitere Unterfucliung ihn auf dunkle und un-ge wiffe Spekulationen führen werde. In die fernFalle wird er feine Bemühung weit beffer auf dioUnterfuchung der Wirkungen als der Urfachen die-ser Ijrincipien wenden.

Unter den Wirkungen diefer Vereinigung oderVergefellfchaf tung der Begriffe find keine merkwür-diger,