jo Ueber die ■ menfcliliclie Natur.
leicht möglich, fielt in Abficht auf diefelben zu ir-ren, oder zu tätlichen. Wenn wir alfo einen Ver-dacht haben, dai’s ein philofophifcher Ausdruck oh-ne Sinn oder Begriff gebraucht wird (welches nurallzuoft der Fall ift) fo dürfen wir nur fragen: vonwelcher Impreffion ftammt der ver-meinte Begriff her? Und ift es unmöglich,eine anzugeben, fo wird dieles zur Beftätigung un-fies Verdachts dienen.
Wenn wir die Begriffe in ein fo helles Lichtfetzen, fo können wir vernünftigerweife hoffen,alle Streitigkeiten über ihre Natur und ihre Reali-tät beizulegen *).
Zwei-
*) Es ift wahrfcheinlich, dafs diejenigen, welcheangebohrne Begriffe leugneten, nichts mehr ha-ben Tagen wollen, als dafs alle Begriffe Abdrückeunfi er Imprefiionen find; ob man gleich geliehenmufs, dafs die Ausdrücke, deren he lieh bedien-ten, weder mit derjenigen Vorficht gewählt, nochfo genau beftimmt waren, dafs dadurch allen Mifs-verftändniffen in diefer Lehre hätte vorgebeugtweiden können. Denn was verheilt man unteran geb obren? Wenn angebohren fo viel heifst,als natürlich, fo mufs man gleich zugeben, dafsalle Wahrnehmungen und Begriffe der Seele an-gebohren oder natürlich find , man mag das Na-türliche nun dem Ungewöhnlichen, dem Kiinft-lichen oder dem Wunderbaren entgegenletzen.Verheilt man unter angebohren das, was mit un-frei- Geburt zugleich da ift, fo fcheint der Streitabfurd zu feyn; auch verlohnt es lieh gar nicht
einmal