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1 (1790) Ueber den menschlichen Verstand
Entstehung
Seite
16
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tS Ueber die menfchliche Natur.

inüfste denn einem Skepticifmus Raum geben, deralles Willen und felbft alles Handeln umftürzte.Denn man kann nicht daran zweifeln, dafs das Ge-miith wirklich mit verfchiedenen Kräften und Fä-higkeiten verfehen fey, dafs diefe Kräfte von einan-der verichieden feyn, dafs das, Avas bei der unmittel-baren Wahrnehmung Avirklich verfchieden ift, auchbei der Reflexion unterfchieden Averden könne,und dafs folglich in allen Sätzen, die diefen Gegen-ftand betreffen, Wahrheit oder Falfchheit fev, undZAvar eine Wahrheit und Falfchheit, die gar nichtaufser dem Horizonte des menfchlichen Verftandesliegt. Einige Unterfcheidungen diefer Art find ganzgemein, Avie der-Unterfchied zwifchen Verftandund Willen, der Einbildungskraft und den Leiden-fchaften, Unterfcheidungen für jede menfchlicheFaffung find; und die feinem und philofophifchernUnterfcheidungen haben nicht Aveniger Realität undGeAvifsheit, ob fie gleich fclrwerer zu fallen und zubegreifen find. Einige neuere glücklichere Verfu-che in Beziehung auf diefen Gegenftand *) könnenuns einen deutlichen Beweis von der GeAvifsheit undder Nutzbarkeit diefes Ztveigs der Geiehrfamkeitgeben. Und follten Avir es für ein der Bemühungeines Wehweifen würdiges Gefchäft achten, einwahres Syftem der Planeten zu liefern, und unfre

Begriffe

*) Der Verf. zielt auf Locke, Shaftesbury,Mandeville, Hutchefon, Buttler undandre.