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U eher die menfchliche Natur.
pfindlichkeit, welche einigen Perfonen eine hin-längliche Schutzwehr gegen diefe ränkenvolle Phi-lofophie gewährt, wird bei andern durch die Neu-begierde überwogen; und die Verzweiflung, wel-che zuweilen die Oberhand erhält, weicht bald dar-auf den fanguinifchften Hoffnungen und Erwartun-gen. Genaue und richtige Schlüffe find im Allge-meinen das einzige Hülfsmittel, das fich für alleMenfclien und alle Lagen fchickt; diefes ift auchallein fähig, jene abftrufe Weisheit und jenes meta-phyfifche Gefchwätz zu untergraben, welches mitdem gemeinen Volksglauben vermengt, dem forglo-fen Denker gewiffermafsen undurchdringlich wird,und dadurch ein Anfehn von Wiffenfchaft und Weis-heit gewinnt.
Aufser diefem negativen Vortheile, dafs man,nach einer bedachtfamen Unterfuchung, den unge-wi Heften und ennuyanteften Theil der Gelehrfam-keit verwerfen kann, giebt es auch noch mancher-lei pofitive Vortheile, welche aus einer genauen Er-forichung der Kräfte und Fähigkeiten der menfch-lichen Natur entfpringen. Es findet fich bei denOperationen der Seele der merkwürdige Umftand,dafs, wenn fie gleich in unferm Innerften unmittel-bar vor fich gehen, fie fich doch in Dunkelheit zuverhüllen fclieinen, fo bald man fie zum Gegenftan-de der Betrachtung macht; und dafs das Auge dieLinien und Grenzen , wodurch fie getrennt und un-ierfchieden find, fehr fchwer finden kann. DieGegenftände find zu fein, um lange in derlelbigen
Lage