Abhandlung
über
die menfchliche Natur.
Einleitung.
Die Wiffenfchaffc der menfchlichen Natur iftvon zweierlei Art, wovon jede ihr eigenthümli-ches Verdienft hat, und zum Vergnügen, zum Un-terricht und zur Vervollkommnung der Menfchenbeitragen kann. Der eine Theil betrachtet denMenfchen hauptfächlich, fo fern er zum Handelngebohren ift, wie er in feinen Unternehmungendurch Gefchmack und Empfindung geleitet wird;wie er den einen Gegenftand begehrt, den andernverabfcheuet, nach dem verfchiedenen Werthe, denihm die Dinge zu haben fcheinen, und nach denmancherlei Gefichtspurkten, aus welchen er fichdiefelben vorftellt. Da die Tugend unter allenDingen für das vortrefflichfte gehalten wird, fofuchen die Philofophen, denen cliefer praktifeheTheil angehört, diefelbe mit den anziehendftenErftsr Band. A Farben