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3 (1894) Die deutsche Kunst : Abschnitt 2 ; 1849-1893
Entstehung
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Baden (1813—1870), der sich seit 1831 auf der Münchener Akademie ge-bildete, sich dann unter Philipp Foltz an der Ausmalung der Zimmer derKönigin betheiligt und durch seine Krstlingsbilder: der Tod Piccolominis,der Tod Pappenheims und der Tod Gustav Adolfs bei Lützen Begabungfür dramatische Komposition an den Tag gelegt hatte, ging 1837 nachParis, wo er sich unter Horace Vernet weiterbildete. Wie letzterer arbeiteteer gern in grossem Maassstabe, mit starker Neigung zu theatralischenWirkungen, aber minder flüchtig als sein französisches Vorbild und auchnach dem Ausdruck tieferer Empfindung strebend. Wirkliches Leben istaber in seinen Kompositionen nicht zu finden, und deshalb haben auchWerke wie »Tilly bei Magdeburg«, »Napoleons nächtliche Heerschau«,die »Zerstörung Heidelbergs durch Melac« (1856, Kunsthalle zu Karlsruhe),»Blüchers Rheinübergang bei Caub« und »Blüchers Marsch auf Paris«(186S, Berliner Nationalgalerie) trotz ihres Umfangs und Reichthums anleidenschaftlichen Bewegungen keinen Einfluss auf die Zeitgenossen übenkönnen. Seit 1860 Professor der Historienmalerei an der Kunstschule zuKarlsruhe, starb Dietz, welcher als Delegirter des Karlsruher Ililfscomitesdie badischen Truppen in das Feld begleitet hatte, am 18. Ucz. 1870 beiDijon am Herzschlage. Auch Alexander von Kotselmc, ein Sohn des Dich-ters, geb. 1815 in Königsberg i. P., welcher seine Studien auf der Aka-demie zu St. Petersburg gemacht und durch eine »Erstürmung Warschaus«die Gunst des Kaisers Nikolaus gewonnen hatte, bildete sich von 1846 bis1848 in Paris nach Horace Vernet weiter. Mit Ausnahme eines grossenBildes für das Maximilianeum in München »die Gründung Petersburgsdurch Peter den Grossen« hat er fast ausschliesslich russische Schlachtenaus dem siebenjährigen Kriege und Episoden aus den Feldzügen Suwa-rows für die russischen Kaiser gemalt. Man rühmt an diesen Bildernbesonders die Klarheit der Komposition, die Lebendigkeit der Darstellungund die treffliche Durchbildung der Landschaft, welche auf seinen Ge-mälden eine ähnlich bedeutungsvolle Rolle spielt, wie auf den Bildern derFamilie Adam. Friedrich Pccht (geb. 1814 zu Konstanz) gehört ebenfalls zuder Gruppe der Münchener Maler, die ihren letzten Schliff in Paris erhielten.Er arbeitete von 1839 bis 1842 unter Delaroche und lebte dann ab-wechselnd in verschiedenen Orten Deutschlands und in Italien, bis er sich1854 in München niederliess. Seine künstlerische Thätigkeit hatte vonvornherein einen literarischen Zug. Er malte Szenen aus dem LebenSchillers und Goethes, behandelte Motive aus Uhland, Shakespeare undandern Dichtern und widmete sich zuletzt ausschliesslich der Illustration.Er gab allein und mit andern eine Schiller-, Goethe-, Lessing- und Shake-spearegalerie heraus, welche bei ihrem Erscheinen glücklich dem Ge-