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10 (1887) Vokabellernen - Zwingli
Entstehung
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Seltnen.

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Eingelftunben bns frühe ätbbrectjen ber 2lrbeit als eine unliebfame Störung. 2Siltein ©pmnafium auf baS j)reif;«nbgeicbnen ftatt gm ei 2öod;enftunben beren brei oer=wenben, fo ift ratfam, biefe $ahl als S u r d; f d; n i 11 gu errieten, fo nämtid;, bafsauf bag eine 3ah r gtnei, au f bad näd;fte »ier ©tunben wöchentlich entfalten. (SinefJtealanftatt nach fübbeutfetjem 3ufd;nitt, weld;e it;re ©d;ü(er mit 16 2>ah ren entläfjt,wirb baS geictjnen i n ben D ' er oberften Ätaffen gu betreiben haben, wobei nadjEnnppfter Bemeffung bem fyreihanbgeidpren jährlich 4 SBodjenftunben, baneben imlebten lyahre bem EonftruEtioen 3eicf)nen 4 ©tunben gugetcilt werben müßten, wäjjrcnbgu befferer ©enüge bag fyreihanbgeictjnen gwei Satjre lang mit 4, gwei 3jat;re mit 6©tunben wöchentlich, bag Eonftruierenbe geidjnen im oortefcten ^atjre mit 2, im testenmit 4 ©tunben angefe£t werben fottte. -Hact) bem höheren Stnfc^tag Eönnen alfo gu=fammen auf bag oortetjte £§ah r 8, auf baS leiste 10 3eid;enftunben fommen. SaSfftealgpmnafium, obwol eg gewöhnlich bie ©djüler big grem Sitter non 18 S>al;renbehält, Eann wegen ber großen fDcanigfattigEeit feiner £et;rfäd;er bem 3eid;nen nid^timmer gang gerecht werben. Sag 9Eeatgi;mnafium in Stuttgart hat in ber V. Ätaffe3 ©tunben fjreihanbgeidfjnen, in ber VI. Älaffe nur gwei neben 2 ©tunben geometrifd;em^eirfjnen, in ber VII. 3 ©tunben gteifjanbjeidjnen unb nur 1 ©tunbe geometrifd;eS3eid;nen, in ber VIII. 3 ^reifjanbgeidjnen unb 2 geometrifcheS Zeichnen, in berIX. 23 greifyanbgeidjnen unb 2 ©tunben ard;iteEt., in ber oberften X. 2 $reihanbg.unb 2 ard)ite!tonifd)e3 ^eidpnen.

®aS verlangt ein eigen eg Setjrgimmer mit befonberer Einrichtung.

2£o bie ©djüler auf ben gewöhnlichen ©ubfettien geichnen muffen, ift nicht oiel guerreidhen. Ser ^eictjenfaal rnufj mit ^inreid^enb breiten Sifd;en oerfetjen fein, oorbenen bie ©d;üter auf eingetnen ©tüt;ld;en fitjen. SBirb frei nad; Borlagen gegeidhnet,fo trägt gur Stufftellung berfelben ber Sifd; am hinteren Stanbe eine etmag fdjräg«nfteigenbe Sehne, 3?ür eine nad; Eörperlid;en äftobellen geid;nenbe ©chüterabteitungEönnen bie SRobelle auf bie Sifcfie gefe|t werben, wenn gwifchen ben Sifchen fo großerBaum bleibt, bafj bie Schüler, welche l;ier nid;t auf ber Sifdbflädhe, fonbem auf eineromn $nie geftüigten fJtahme arbeiten, in gehöriger Entfernung twm SJtobell fitjentonnen; nodh beffer ift, einen Slbfdhnitt beg ©aaleS frei non Sifcijen gu taffen unbbie fölobelle auf befonbere ©tänber gu ftelten. Äann bem greihanbgeidhnen unb bemEonftruierenben $eid;nen je ein befonberer ©aat eingeräumt werben (wie eg eigentlichimmer ber galt fein fottte), fo gewinnt man ben SBorteil, bah fich bann in jebem©aale bie Einrichtungen gang nad; ben fpegieden Bebürfniffen beg einen ober anberengad;eg treffen taffen. Unter alten Umftänben muh ein -3eid;enfaal reifliches £id;thaben, fott aber Eeine bireEten ©onnenftrahlen empfangen, alfo womöglich nad; Borbenliegen. Stuf bei Eünfttid;er Beleuchtung am Slbenb werben ^eirfimittggübrmcjeir ohneBefd;werbe getrieben, wenn ©aSlampen mit gmedmäfjigen ©chirmen in genügenber3at;l unb ©tettung angebracht finb. Sag Eonftruierenbe Zeichnen erforbert fet;r ruhigesSicht unb beghalb Slrganbfdfje Brenner mit .guggläfern *), wäljrenb für bag $rei=hanbgeidhnen bag intenfioere Sicht ber freien ©agftamme oorgegogen wirb.

Sie beiben fjauptridhtungen beg .geidfjnenS finb nun gefonbert nodj näherer Be=fpredhung gu untergiehen.

I. $reit;anbgeidhnen. DJlan t;at früher giemtich attgemein angenommen,ber Unterricht I;<d>e mit bem kopieren »on Bortegebtättern nid;t blofj gu beginnen,fonbent bie längfte 3 e ü babei gu oerweiten, unb er bürfe erft fpät fidh an bag 3tb=geidhnen förperlicher ©egenftänbe wagen. Sarin ift ein Utnfchwung eingetreten.Süd;tige Set;rer taffen il;re ©d;üter fo batb alg möglich fidh am ^ei^nen nad; Körpern

*) ©läfer oon etroag Bläuttd^er garbe, wie fie oor einigen Sagten in ben §anbet gebracfit»orben, aber bebauerlicberroeife roiber oerfebrounben finb, eignen ficb am beften, weil fie aufbag Rapier beg fgeiebnerg e j n 0 gujg roe i^eg Siebt bringen.