SBttgner.
203
Sdjüler erhält nie eine gebrudte gried;ifd;e ©rammatif, fein £eft muß iljm 3 ttreid;en..fjöcßfteng bürfte er gebrudte Säbelten ber Seflinationen unb Konjugationen tjaben(§ 159). fRun beginnt ber groeite Kurg mit Sefung non Stutoren, bie ber ©cßülerjum SeroeiS feineg 33erfteßeng aud; überfeinen mu|. hierfür genügt eine bud;ftäblid;genaue unb roürtlidje Überfeßung, roie bie Snterlinearoerftonen finb. Keine ßßrefto»matßie folt gebraust, fonbern etroa mit ©ebeg’ ©emätbe ober ©piftetg £>anbbüd;leinbegonnen, unb ber Slutor erft burdjetqmologifiert merben, elje er überfeßt roirb. „Siefogenannten unregelmäßigen geitroörter, bie eigentlich nur aug oerfdßiebenen mangelhaftgeioorbenen geitroörtern 3 ufammengeftoffen finb (?), merben in biefe gerlegt; ich uer»tauge fogar, baß ber ©cßüler angeleitet merbe, biefe mangelhaft geioorbenen 3 e i tsroörter regelmäßig burdjjufonjugieren, atg mären fie noch uotlftänbig oorhanbeu. Slug»roenbigternen folt nur bem geftattet merben, ber ficß bamit Reifen müßte, meil eg ißman ©d^ärfe unb Energie beg Sluffaffeng fehlt" (§ 163). Saun folt gteid; jur Settüre§omerg übergegangen unb ber ©d;iiler mit ©rnft anget;atten merben, fid; ein t;onte»rifcheg ©tpmotogifum augguarbeiten. ,,^ft §omer burcßgearbeitet, fo ftef;t ber Kurgnad; jroei fRicßtungen offen, bureß §efiob, ber fid) junächft an ferner anfd;ließt, nad;ber poetifeßen ©eite bureß bie Sragifer unb fßinbar; ober bureß ^erobot 51t benißrofaifern. Seibe SBege muß ber Jüngling einfd;Iagen, aber ber SRaitn beg gddjgnur oottenben." Einige Stutoren aber fotten in fpntaftifcßer unb ftüiftifcßer §inficßtfo burcßgearbeitet merben, roie £omer, unb eg ift hierfür eine fßßrafeotogie anjtdegen,nebft einer ©ammtung foteßer ©teilen, in meteßer biefe Slutoren bie Eigentümlich»feiten ißreg ©tilg am beftimmteften augfpred;en. Sann folt ber Seßrer oon ißm ingSeutfcße übertragene ©teilen beg beßanbetten ©cßriftftetterg oon ben ©dßütern gurüd»überfeinen unb barauf mit bem Originale oergteießen taffen, „©titiftifeße Übungen,roeteße fieß an fein oorßanbeneg Original halten, müffen mir in einer toten ©praeßegängtidß oerroerfen" (§ 166).
„fRun erft erlauben mir bem ©cßüler bie römifd;e ©prad;e ju lernen ingteidßem ©ang, gteidßer SRetßobe. fttömifeße ©pradße unb Sitteratur ift ein Sfppenbipber griecßifbßen. 2öir fönnen oerfid;ern, baß nad; foteßer Erlernung ber griecßifd;en©pradße bie tateinifeße ungemein fdßnett erlernt merben roirb" (§ 168).
SRan fießt, roie oieteg an §amitton=£>acotot erinnert big auf bie 33erfprecßungenhinaus: unb man roirb root finben, baß eg nidßt guoiet gefagt ift, roenn man SßagnergcRatfeßtäge atg auf bem praftifeßen ©ebiete unaugfüßrbar begeidßnet. ©g ift aud;nidßt einmal ein fßerfueß bamit gemaeßt roorben, roenigfteng ßat ^Referent nid;tg barübererfaßren fönnen. — Ser ©runb, roarum er bie ftaffifdße Sitteratur in fein ©pfternbeg Unterricßtg aufgenommen tjat, ©egt naeß feiner augbriidtid;en ©rftärung nidßt ineiner Slnerfennung ber alten Slnficßt, nadß roeteßer biefe ©tubien bureß ben Et;ren=namen humaniora auggejeid;net roorben finb, fonbern eingig in feiner 2lnfid;t oonben ©prad;en beg SUtertumg atg ben tiefften Sepofitären beg ©eifteg ber alten SBettunb ben roaßren ©eßtüffetn 31t feiner SBeigßeit (§ 169). Segßatb oertangt er aud;,„unb roenn unfere SRetßobe befolgt roirb, bleibt geroiß $eit baju", baß audß eine©pradße beg Drientg, oor ber .ganb bie „ebräifdße", auf bem ©pmnafium gelerntwerbe; unb aug bemfetben ©runbe audß bie lebenben ©pradßen mit fetbftänbigerSitteratur, unb groar guerft bag iytalienifcße, „atg noeß am meiften tateinifcß"; bannbag fjrangöfifdße; bag ©ngtifdße, atg bem Seutfcßen am meiften oerroanbt, mad;e benScßtuß (§ 170).
3« biefer sroeiten ober ßiftorifeßen Klaffe neßmen bie ©pradßen äußertieß genommenbie Sorßatte beg Sempetg ber ©efd;idßte ein, tief unb innerlicß genommen finb fie bagätlterßeiligfte biefeg Sempetg, benn in ißnen liegt am gebiegenften ber ©eift ber SSötferunb ber $eiten. ®er ©efcßidßte 23oben unb Serrain aber ift bie Erboberftäd;e, unb'ßte pßt)fiognomifd;e ©rfenntnig, bie ©eograpßie, bitbet baßer bie näd;fte Seßr=aufgabe (§§ 171—176). Sie ©runblinien bitbet bie matl;ematifd;e ©eograpßie, atg