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Solföfdjulc.
tern unb Sitteraten gefunben I;at, fo war man aud; fettem» ber SfJlufiler nicht müfjig,Sammlungen fremblänbifdjer SollSmelobien ju oeranftalten, woburclj aud; bie ©ejtebod) erft auS ben Stubierjimmem ber ©prad;= unb Sitteraturgeleljrten in meitere Greife,in gamilien, ©efangoereine u. f. m. eingefüfjrt mürben, ©em Sammelfleifi einer«Reihe non «Dtännern, rnie £. Grl, $r. ©ildjer, 3 - D- ®fchmann, Julius ÜJtaier,$. 3 >frael u. o. oerbanlen mir bie Kenntnis oieler trefflichen Sachen; fdljwebifcheSieber f;at Sinbblab, polnifdje fp. 3JI. ©d^Ietterer, rumänifdje 3t. ©eproffe oeröffent»licht. ®S ift freilich rneit nicht alles fd;ön, waS fremblänbifdf) ift; ab^r mir ©eufd£)ebewähren auch barin unfern weltbiirgerlidjen ©inn, baff mir gerabe bem unS ^rernb»artigen mit eigentümlichem $>ntereffe laufchen; in uttferer ©utmütigleit haben mir einftaud) bie «Dlarfcillaife unb bie ißarifienite (le|tere non 9luber 1830) unb „«RodS) iftSolen nicht nerloren" mit ffeuer gefungen, fo überaus geringen SBerteS aud; nament»tid; bie letztere «Dielobie ift. Stber eS ift in ber ©hat auc h für bie mufitalifd;e Sil»bttng menigftenS ber begabteren ©dfjüler nid^t unmid;tig, bah fie ei» öl;r gewinnenfür bie felbft in ber «Dtufil erf'ennbaren Itnterfchiebe ber -Rationalitäten. ®ie obencitierte ÜJtufiljeitung macht (1867. ©. 111) bie richtige Semerlung: „®ie ©übtänberjeigen ein fapriciöfeS, übermütiges, fpaftigeö SEBefett, etroaS non toller Saune; bie jyran»gofen fuchen nai^ Pointen unb fomnten über partante formen nur feiten hinaus; bie•Jlorblänber bleiben immer unter bem Sann einer übermältigenben, alte Ginbrüdebet;errfd;enben Ratur unb geigen nur ernfte feierlid;e fötienen. ®ie ©eutfd;en treffenben auSgteidhenben ©on am fid;erften unb roiffen it;n in nottfter «Reinheit feftjuljalten,it;m hin unb roiber auch einen fcfjalftjaften Stnftug ?u nerleihen, ber ben innigen©runbcfjaralter nicht aufhebt unb fid; mit ben me(and;otifd;en SSJenbungen ju oer»tragen weifs. ®aS je|t populäre beutfd^e Sieb flammt aus «KittelgebirgSlänbern mitihrem anfpredfjenben SBechfel non Serg unb ©f;al, SEBatb unb 2Biefe, eS fpiegett infeiner SfBeife biefen tanbfdhaftlidhen Gharalter." 9iäl;er roirb bieS in einer Strt be=ftimmt, bie für uns Schwaben eine faft unerwartete ®l;re if* ; 1( ®iejenigen Solls»lieber, bie bertnalen aud; in ben SatonS gutritt erlangt hüben, tragen fchwäbifd;en©ppuS;" unb fogar oon einem mitgeteilten polnifdhen DriginaloollSlieb (©. 119)wirb bort nicht mit Unredht bemerft, „eS fönnte feiner ganzen Haltung nad; fel;r molin Schwaben entftanben fein." ©ah eS namentlich betn oeremigten ©ilcljer gelungenift, eigene «DMobieen ju fchaffen, bie nach furjer fyrift ju beutfd^en SoIESliebern ge»worben finb, oon benen ©aufenbe fdhon nicht mehr wiffen, noch fragen, wer fie lorn»poniert l)abt, baS wirb wol allgemein anerfannt; eS gebürt biefer «Rul;tn aber,namentlich wenn mir bie ©efangoereine, bie Siebertafeln u. f. w. als ©räger beSwenn auch fd;on oerebelten SoIlSgefangS betrachten bürfen, feit 2Beber, $reu|er,9JienbeISfo[;n noch manchem anbem, wenn auch oerljältniSmähig nicht oon oielen baS»felbe gefagt werben lann, was bie oben ermähnte Simburger Ghronif aus beut 14.Sahrhunbert oon einem ungenannten Sarfüfsermönch fagt: „2öaS er fung, baS fungenalle Seute gern unb alle «Dleifter pfiffen unb alle ©pielleute führten ben ©efang unbbaS ©ebid)t." «Palmer f.
SBoIfSfdjuIe. 9Rit biefem «Borte pflegt man in ©eutfdjlanb biejenigen Sehr»anftalten ju begeidjnen, weld;e baju beftimmt finb, bie «Rlaffe ber fd;ulpflidhtigen Äinbernach Slbjug ber in höheren Schulen beftnblicljen 311 unterrichten unb ju bem für jebenSollSgenoffen unentbehrlid;en SBiffen unb können anjuleiten. ^n anbern Sänbernwerben folclje Sehranftalten als primär», ©rioial», Glementarfdjulen bejeic^rtet, unbfrüt;er hieben fie bei uns lurgweg beutfd;e Sd;ulen, jum llnterfdjieb oon ben latei»nifchen, für höhere SerufSarten unb auf gelehrte Silbung angelegten.
fragen wir guerft nach bem tlrfprung, ber ®ntftel;ungSmeife unb bergortenimidelung berjenigen Sehranftalten, weld;e unter bem 3luSbrud „Solls»fd;ule" in ©eutfdjlanb begriffen werben, fo muh bie 3lntmort ganj allgemein baljin