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10 (1887) Vokabellernen - Zwingli
Entstehung
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3SofßbcUcmcn.

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Kenntnis ber SBörter unb il;reS fprad;lichen ,3ufammenhangeS tti<fjt notwenbig, obmolbaburd;, bafj bie Schüler genötigt werben, früher gelernte SBörter unter einem neuen©efichtSpunfte aufgufaffen, eine Übung beS ©ebädftniffeS unb ber ®enffraft bargebotenwerben fann. ©rft an biefe begeidfjneten Vorübungen fd;liefjt fid^ ber ©ebraud; beSetpmologifcljen VofabularS nach fdijulmähigem, oom einzelnen gur Manigfaltigfeit,oom SRealen gum ^Rationalen fortfd;reitenben Verfahren angemeffen an. Sie Verfafferoon au§fd;Iiejüidj etpmologifd; angelegten Vofabularien wollen gleichfalls, baff anfangslieh auch nur eingelne Vofabeln, primitiva, gelernt werben, unb Hoffe primitiva laffertnod) feine etpmologifd;e Vetradjtung gu; erft nach Überwinbung einiger Vorftufenfönnen bie gangen 2Sörterreif)en mit primitivis, derivatis, compositis gufammengefafst,eingeprägt unb in ihrem fprad;Iicfjen gufammenljange erternt werben. ©S ift ba(;erimmer angemeffen, gunädfjft im 3lnfd;lufj an ben grammatifdfjcn Sef;rgang ber Unter»flaffen bie <Sd^üler fich in georbneter SBeife einen Vorrat oon Vofabeln aneignen unbfobann biefen burd; etpmologifclje 3 ll faimnenfteDfurrgen erweitern unb befeftigen gutaffen unb jum fpradflidjen Verftänbnijfe gu erheben. Safj auf biefe Sßeife in Sertiafd^on eine red;t anfel;nlid;e atnga^l oon Vofabeln gufammengefaht werben fann, ifteinleud;tenb. ©S muh aber ' n Tertia unb aud; fd;on in Quarta ber ©ebraud; beSSejifonS geforbert, begw. oorbereitet werben; benn baS eigene Suchen, Vergleichen,kombinieren förbert am meiften. 3 « ben oberen klaffen ift barauf gu halten, bahbie bei ber Seftüre unb ben fonftigen Übungen oorfommenben SBörter im Sepifonaufgefucht, gelernt unb namentlich bei ber SRepetition unb Vadjüberfetsung nadh U;oenhauptfächlichen aus ber ©runbbebeutung fich entwidfelnben Vebetttungen analpfiertwerben, ©twaige versus memoriales, loci communes, gewiffe grammatifdje Verbin»bungen u. a. in mähigem Umfange fönnen als banfenSwerte 3 u S a ben ber Vofabu»larien erfdf;einen; pl)rafeologifd;e Sammlungen bilben ben nächffen notwenbigen 2ln»fchfuh an bie Vofabularien.

Sie mehrerwähnte Verfügung o. 10 . Slpril 1856 erfannte [jinfichtlid; ber g r i e =djjifdjen Sprad;e ein iihnlid;eS VebürfniS an, unb fcljon im 3- 1859 hatte ba§pofenfd;e Sßrooingialfchulfollegium oerorbnet:Um bie Schüler in ben Vefitc bernötigen copia vocabulorum 511 fe|en, foHen in alpf)abetifd;er Drbnung allmählich oonben unterften klaffen auf im gangen 3000 Stammwörter ber griedjifd;en SpracheauSwenbig gelernt unb Übungen angeftellt werben, bie Vebeutung oon SBörtern, bieoon ben gelernten abgeleitet finb, felbft gu finben." So finb auch gtied;ifd;e Vofabu»larien ^ergeftedt worben, um burd; met[;obifdheS ©rlemen gried)ifd;er Vofabeln baSleichtere unb promptere VcrftänbniS ber klaffifer unb eine gröbere Ve[;errfcf)ung berSprad;e angubahnen. 3n bem Vofabular oon Sobt, 4. 2lufl. Jpalle 1878, finb bie2Börter nad; it;rem realen .gufammenhang gruppiert. Siefe Slnorbnung, meint berVerfaffer, erleichtere baS Semen am meiften, weil fie bem auf ßrfenntniS unb ©rup=pierung ber Singe gerid;teten 3ugenbalter am naturgemäheften fei, weil fich ifjr aufleid;tefte SSeife febeS anbere Moment unterorbnen, unb weil fid; fo bie ©inprägungbeS gef amten SpradfjftoffeS in münblidfjen unb fd;riftlid;en Übungen am leidf)teftenbewerfftelligen laffe. ©ine foldje reale 3 u frtmmenftellung biirfe aber nicht bie Sub»ftantioa allein umfaffen, fonbern alle Seile beS gu lernenben Sprad;fchai;eS mühtenin fad;lid;en fjauptgruppen bargeboten werben, unb ein foIdjeS Vofabular müffe aufbaS Votwenbigfte befdjränft werben, ffreilid; fief;t fich ^obt in ber Vorrebe gur2. Slufl. gu einer mefentlidjen ßinfcijränfung gebrungen, inbem er fagt: ,,©S ift gwargang rid^tig, bah tue a'eale ©ruppierung, oollftänbig burcfjgeführt" (wie ba§ bei einemVofabularium möglich fei, ift fdpoer gu begreifen),bie gröhten Vorteile beim Semenbietet, aber bie Slutoren, welche bie Schüler lefen follen, oerbreiten fich feineSwegSgleidpnäffig über alle ©ebiete be§ real Seienben, fonbern wäl;rcnb einige betreiben fefjrftarf angebaut finb, liegen anbere faft brach unb auherbem gief;t M burefj bie gangegried;ifd!je Sßrofa ein reid;er ©ebrauch ber ben eigentlichen Singen am fernften lie=