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Sfutid).
®er Eßfalggraf SEßoffgang SBilheltn con SReuburg mad)te if»n ein @efd)enf Con 500©ulten, bannt et tie erforberlid)en Süd)er fid) anfd)affen fönne, bet Sanbgraf Subwigcon §effen = ©armftabt aber Beaufttagte gtoet ‘ißtofeffoten feinet llniüerfität ©iejjen,ben S^ectogen Gihriftoph §elwig (fpelcicuS) unb ben ^^itofo^en 3oad)im 3ung(3ungiuS), mit 9t. genauet gu cerbanDeln unb tann ein ®utad)ten übet beffen &ljr=funft abgugeben. SDiefe Serljanblungen fanben nun nod) cot bem @nbe jenes 3af)te8ftatt unb fügten gunäd)ft gu einem fe^t beftiebigenben Ergebnis. Seite SRanner,nod) jung unb unbefangen, fttebfam unb ton grünblid)er ©elehrfamfeit, gingen auffRatid)S Sbeen anettennenb ein unb fd)ienen gu weitetet görberung feines Unternehmensin auSgegeid)neter ffieife tüdjttg. Sgl. Sb. V, ©. 663 ff. (ed. 2). 3f)t ®utad)ten erfcfjienuntet bem ®itel: „Bürger Serid)t con bet Didactica obet bet Sefirtünft Sffiolfg. Ratichii.batinnen et Anleitung gtebt, wie bie ©pradjen, fünfte unb SEBiffenft^aften leistet,gefdjwinber, tätiget, gewiffer unb coflfommlidjer, als bisset gefdjeljen, fortgupftangenfepnb." (granffurt 1613. 12.)*) §elwig unb 3ung beforgten bann nod) einen neuenSlbbtud con SutbjetS „Serntahnung an bie Sürgermeifter unb fRatf)Sherren" con 1524,motan fid) eine „3uga6e con ©prüd)en unb anbetn ©djriften Dr. üutherS" cerwanbten3nf)attS unb eine „9?ac^tid)t con bet neuen Sehrfunft StBotfg. Raticliii" aus 3ungSgebet anfd)Iofj.
Sngwifdjen rcat aud) bie cerwitwete fpergogin SDotottjea äRaria con ©ad)fen=SBeimat, meldje füt il>te nod) unmünbigen ©öl;ne mit ©nfidjt unb $raft baS HeineSanb tegiette, auf ben SDibaftifer aufmetffam geworben. ©ie ceranlaßte 1613 eietfprofefforen con Sena, ©tarnet, Srenbel, SBalther (©ualtfjeruS) unb SBolff, gu einemneuen ©utaibten, währenb fie ftd) gugleid) mit bem einflujjreidjen Dberbofprebiger §oecon §oönegg in ©reSben unb bem berühmten ®h ec *°9 en Salthafar 9Renj}er in ©iejjenberiet. 2)aS @utad)ten bet Senenfet erfd)ien nod) 1613 untet bem Sütel: „Seridjtcon bet Didactica obet Sebjtlunft Eatichii :c." unb lautete miebet günftig, toäbtenb§oe con §oenegg gunäd)ft gwar aud) anettennenb übet fR. fid) auSfprad), aber bieSenüfjung bet neuen SDibaftif füt bie fäd)fi|d)en gürftenfdjulen ablebnte, wie benneben bamals aud) bie Sieftoten 2Bilfe in ©ofha unb §ubmet)er in ©eta babin fidauSfpradjen, baß fRatidjS Sotgeben ciel 2Binb nnb falfdje Serheifjungen in ftd) faffe(Gleich, Aunales ecclesiastici II, 70 f.). SRod) int j). 1613 tarn Si. nad) ÜBeimaiunb b^tte bie ©enugtbuung, bafj bie §etgogin felbft unb ihre bamatS bei i^t lebenbe©d)Wefter 2lnna ©opljia con ibm in ©pradjen fid) unterridjten liefen.
2Iber fd)on im 3. 1614 finben mit ben unruhigen SDibaftifer in SlugSburg. SDennaud) biefe alte SReidjSftabt tcat auf iljn aufmetffam geworben unb batte im grüljlingbeS obengenannten 3al)reS brei ^Deputierte, untet ihnen ben berühmten fpeffeniften SDaoit§oefd)eliuS, nad) granffurt gefanbt, wohin SR. con SEBeimar gurüdgefehtt war. 811$er nun nach SlugSburg ficb aufmad)te, begleiteten ihn §efwig unb 3ung, um ihn inbet Setbeffetung beS bortigen ©d)ufmefenS gu unterftüjsen. 3nbeS fd)einen beibe conihrer Sewunberung füt ihn bafb gurüdgefommen gu fein. SBenigftenS (ehrte §etoigbereits im 9Rai 1615 nach ©iefjen gurüd; 3ung, bet fein afabemifcbeS Sehtamt nieber=gelegt hatte, um gang bem neuen 2ßerfe ficb mibmen ju fönnen, blieb gWat nod) einigeSRonate als ©aft §oefd)efS in SfugSbutg, ging aber im ©ept. jenes SahreS ebenfallsweg, um in feinet Saterftabt Sübed feine bibaftifdjen Arbeiten unb Serfudje fcrtju=fe^en, bie et jebod) halb cöHig aufgab, ba et feinetlei ©pmpathie bafüt erwarb, ©eingteunb §elwig ftarb bereits 1617. 2BaS Beibe in ihrem ©utadjten niebergelegt unbbann nod) in einigen üluffäfsen, wefdje in 3fugSbutg entftanben, gufammengeftetlt haben,baS bürfte in bcb erem ©nabe als baSjenige, WaS fR. felbft hetauSgegeben hat, geeignetfein, bie wünfdjenSwerte @infid)t in bie neue ©ibaftif gewinnen gu laffen. SBit foff enbie ©tunbjüge int golgenben furg gufammen.
*) 9feue 3Iu8gaben biefeS Seridjts 1614 in ©ießen unb SRoftod, 1621 in SRagbeburg. Ü6erSungiuS f. ©uhrauet Soachint Sungtuä nnb fein Bätidtct. ©tuttgart unb Tübingen 1850.