Prüfung kr Scfjrcr att pfjercit Sdjitleii.
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©eljalt unb ben pragmatifdjen ,3ufantmenhang ber gefdjid)ttid)en Sotgänge unb inbie großen geographifcljen 35er|ältniffe, unb enblid) eine auSreidjenbe, auf Kenntnis betSgihel, ber tymbotifdjen 23üd)er unb ber $irdjengefd)idjte beruhenbe Pertrautljeit mit benreltgtofen ^>eit§tef)Ten. 3n biefen ©ebieten fott eS fid) nid)t um ein encptlopäbifd)breites unb fad)lid) auSgebeljnteS SBiffen, fonbern um biejenige allgemeine 23ilbungIjanbeln, meld)e con jebem Setter um ber einljeitlidjen Sluffaffung ber gefamten 3ugenb=ergie^ung mitten unb gu feiner eigenen ©idjerljeit unb Klarheit in ber SEBürbigung beroerfdjiebenen Unterrid)tSfädjer geforbert merben muß. Jpierbon etmaS nachgulaffen iftnid)t ratfam unb müßte nielme^r ben .ßerfatt ber üehrerf'ottegien in einjetne gadhleljrerbeförbern, meld)e als bie Hauptaufgabe tyrer S^ätigfeit nicht bie Ijarmonifdje ®eifteS=bilbung beS ^öglingS, fonbern bie UnterridjtSförberung beSfelben je in tyrem befonberenffadje anfeljen mürben. SDiefe (Srforberniffe tonnen aber nicht burd) bie 3lbiturienten=prüfung als erfebigt gelten, fie laffen fidj ebenfomenig mit ber fadjmiffenfctjaftlidjenSßitbung oerbinben unb merben um fo angemeffener ber gmeiten Prüfung gugefettt, alsfie überhaupt eine größere Steife beS ©eifteS »orauSfe($en.
Stad) Erörterung ber allgemeinen ©runbfäjse, meldje baS 3icl ber Prüfung unbbaS Urteil ber PrüfungSbetiörbe bcftimmen fotten, barf Oon einer genauen Slufgäf)lungber fachlichen Säuberungen in ben einzelnen Umgang genommen merben,
mie febr e§ audj in einem formulierten PrüfungSreglement beftinunter 2lbgrengungenunb leitenber ©efidjtspuntte fomofil für bie “prüfenben als mehr nod) für bie £anbi=baten unb fd^on corljer für bie ©tubierenben bebarf. Sittein, mie fdjon bemertt, mirbeine attjugenaue ©peciatifierung ber SSorfc^riften aud) hier 3 U oermeiben fein, teils meilfie bem oben betonten ©runbfa^e gumiber laufen mürbe, baß bern miffenfdjaftlidjen ©trebenber ©tubierenben jebe mit ben ©djulforberungen oereinbare ©elbftänbigleit gemährt»erben müffe, teils and) beShalb, meil mit ber fortfdjreitenben Entmicflung ber S3iffen=fdjaften fid) ftetS neue ©efidjtspunfte bieten, bisher bearbeitete ©ebiete in ihrer 2Bid)tig=feit gurücftreten unb neue ÜDletfioben unb gadjer eine oormiegenbe I8erüdfid)tigung er=heifdjen. SBemt beifpielsmeife bisher in ben alten Sprachen bie Kenntnis beS flaffifdjenSprachgebrauches in grammatifdjer Segieljung als genügenb gelten tonnte, fo mirb hier=neben bodj in ^utunft b i e jfrorberung allmählich mef)r heroortreten, baß bie phitologifd)gebilbeten $anbibaten and) mit ber tnftorifdjen ©rammatit, alfo mit bet gefd)id)ttid)enEntroidlung ber ©prache nad) Etymologie unb ©pntap unb mit ber SJtetljobe berartigerUnterfudjungen eine befümmte 23etanntfd)aft ermorben h fl ben müffen. $hnK<h e S läfjtftd) bon ben übrigen SBiffenfdjaften fagen. -Snt gangen muß aber als unumftößlidjgelten, baff baS SBiffen beS ^anbibaten über bie gorberungen berjenigen Unterrid)tSftufehinausgehen fott, für meld)e er bie UnterridjtSfäljigfeit beanfprud)t. 2Benn berfelbe alfobie S?ehrfähigfeit für bie oberften klaffen gu ermerben münfdjt, fo muß er imftanbe fein,ba« für bie ©djule erfcrberlic^e Unterrid)tSmaterial nid)t nur mit ©idjerljeit unb freieräßaljt gu oermerten, fonbern aud) gu neuen SSerbinbwtgen gu »erarbeiten unb eigeneUnterfudjungen mit felbftänbigem Urteil anguftellen; unb er muff ferner mit ber ®e=fdjidjte unb ben miffenfd)aftlid)en Hilfsmitteln feines j$ad)S fomeit betannt fein, umfeine ©tubien in georbneter SBeife fortfejjen unb feine S?enntniffe in ben HMf8miffen=ftyaften fpftematifty ergangen gu tonnen. tffienn Ijmrnad) für ben tunbigen Examinatorfiel) baS SÜtaß ber gorberungen ohne ©djmierigteit ergeben mirb, fo mag im eingetnennur noch bemertt merben, baß für ben philologiftyen £eljrer ber oberften UnterridjtS=ftufe »or altem eine miffenfchaftlid) begrünbete Kenntnis ber alten ©rammatit unbiKetrit, fixeres unb auf einbringenbem ©tubium beruhenbeS SBetflänbniS ber bebeutenbftenalten ©priftftetter, namentlich fomeit fie in Prima gelefen merben, Übung in ben®runbfäfcen ber Hermeneutit unb Äritif, hinlängliche gertigteit im fdjriftlidjen unb münb=Kdjen lateinifdjen SluSbrud, unb 33etanntfd)aft mit ben gefdjid)tlid)en EntmidlungSftufcnber Philologie, außerbem aber fooiel Kenntnis ber realen SlltertumSmiffenfdjaften un=erlä^lidj ift, als gut Ertlärung ber ©djriftftetter, gu einer gefchidjtlidj gufammenhängenben