Von dem Willen u. f. w.
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denfchaft von fo befoncierer Art, dafs es unmöglichgewefen feyn würde, fie ohne Gefahr der Dunkel-heit und Undeutlichkeit, unter den bisherigen Kapi-teln abzuhandeln.
Die Wahrheit ift zwiefach, und befteht entwe-der in der Entdeckung der Eigenfchaften der Begriffeals folche betrachtet, oder in der Uebereinftimmungunfrer Begriffe von den Objekten mit den wirklihenDingen felbft. Es ift ausgemacht, dafs dieerfte Artder Wahrheit nicht Idos als Wahrheit begehrt wird,und dafs es nicht allein die Richtigkeit der Schlüffeift, welche uns Vergnügen macht. Denn diefeSchltiffefind eben fo richtig, wenn wir die Gleichheit zweierKörper durch ein empirifches Ausmeffen erkennen,als wenn wir fie durch eine mathematifche Demon-ftration erlernen ; und obgleich in dem einen Falle derBeweis demonftrativifch und in dem andern nur em-pirifch ift, fo beruhigt fich doch, im Allgemeinen zureden, das Gemiith bei dem einen mit eben fo vielerUeberzeugung als bei dem andern. Und bei einerarithmetifchen Operation, wo Wahrheit und Ueber-zeugung von eben der Natur find, als bei der tief-ften algebraifchen Aufgabe, ift das Vergnügen fehrklein, wenn es nicht gar in Unannehmlichkeit aus-artet; welches ein fehr deutlicher Beweis ift, dafsdas Vergnügen, welches wir bisweilen bei Entde-ckung der Wahrheit empfinden, nicht von ihr, alsWahrheit herrührt, fondern nur in fo fern, als fiegewiffe Eigenfchaften an fich hat.
Zweiter Band. U De»