Von dem Willen n, f. w.
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Beweis in der Optik, wodurch man darlhut, dafsein farbichter Sonhenftral, wenn er durch ein Pris-ma fällt, eine Zufammenfetzung von zwei andern ift,wenn ihr dafelbft findet, dafs, je nachdem ihr nurden einen oder den andern vermehrt oder vermin-dert, nach diefer Proportion fich auch mehr oderweniger in der Zufammenfetzung findet? Ich binganz gewifs überzeugt, dafs es weder in der Phyfiknach Pfychologie ftrengere Beweife giebt.
Die Wahrfcheinlichkeit ift von doppelter Art,wenn entweder das Objekt an fich feibft feiner Wirk-lichkeit nach ungewifs ift, und noch vom Zufalle ab-hängt; oder wenn das Objekt, ob es gleich fchonan fich gewifs ift, doch in unferm Verftande unge-wifs ift, der für jede Seite der Frage eine gewiffeAnzahl Gründe hat. Beide Arten von Wahrfchein-lichkeit verurfachen Furcht und Hoffnung; welchenur von derjenigen Eigenfchaft herkommen kön-nen, in welcher fie ühereinftimmen, nemlich vonder Ungewifsheit und dem Schwanken, in welchesfie die Einbildungskraft durch diefe widerftreiten-den Gefichtspunkte, die beiden gemein find, ver-letzen.
Ein wahrfclieinliches Gut oder Uebel bringtgemeiniglich Hoffnung oder Furcht hervor; weildie Wahrfcheinlichkeit eine fchwankende und unbe-ftändige Art ift, ein Ding zu betrachten, und da-her natürlicher weife auch eine ähnliche Mifchungund Ungewifsheit der Leidenfchaften verurfacht.Aber wir bemerken auch, dafs, fobald diefe Mi-
fchung