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2 (1791) Ueber die Leidenschaften
Entstehung
Seite
245
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Von dem Willen u. f. w?

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Blick nach allen Seiten wenden, und dafs wir alleObjekte herbeirufen und ergreifen, die mit dem ur-fprünglichen Gegenftande durch das Verhältnifs derUrfache und Wirkung verbunden lind. Hier trittnun das Raifonnement ein, um diefes Verhältnifszu entdecken ; und fo wie unfer'Raifonnement ver-fchieden ift, fo fallen auch unfre Handlungen ver-fchieden aus. Aber es ift in diefem Falle Achtbar,dafs der Stofs nicht von der Vernunft herrührt, fon-dern blos feine Richtung von ihm empfängt. Biosvon der Ausficht auf Luft oder Unluft rührt das Ver-langen oder Verabfcheuen eines Objekts her: und die-le Bewegungen erftrecken lieh auf die Urfachen undWirkungen diefes Objekts, in fo weit fie von unsdurch Vernunft und Erfahrung ausfindig gemachtfind. Es kann uns niemals imMindeften etwas dar-an liegen, zuwiffen, ob diefe Dinge Urfachen undandre Wirkungen find, wenn uns beide fowohl die.Urfachen und Wirkungen gleichgültig find. Wenndie Dinge felbft uns nicht afficiren, fo kann ihnerihre Verknüpfung niemals einigen Einflufs verfchaf-fen; und da die Vernunft nichts als die Entde-ckung diefer Verknüpfung ift, fo ift offenbar, dafsfie es nicht feyn kann, welche macht, dafs uns dieObjekte afficiren können.

Da alfo die Vernunft allein niemals eine Hand-lung hervorbringen oder ein Wollen verurfrchenkann, fo fchliefse ich, dafs diefes Vermögen eben-falls auch unvermögend fey den Willen zu bindernoder mit einer Leidenfchaft oder Gemüthsbewegung

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