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2 (1791) Ueber die Leidenschaften
Entstehung
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232 Ueber die menfclilicbe Natur.

Willensthätigkeiten und Handlungen; oder Figurund Bewegung feyn. Wir können den Dingen zwarandre Namen geben; aber ihre Natur und ihreWirkung auf den Verftand können wir nimmer-mehr ändern.

Ich darf dreift behaupten, dafs es niemandunterfangen wird, diefe Schlüffe auf eine andre Artzu widerlegen, als dafs er meine Definitionen än-dert, und den Ausdrücken Urfache und Wir-kung, Not h wendigkeit, Freiheit undZufall einen andern Sinn beilegt. Nach meinerDefinition macht die Nothwendigkeit einen wefent-lichen Theil der Kauffalität aus; und wenn ich alfoder Freiheit die Nothwendigkeit abfpreche, fo fpre-che ich ihr auch alle Kauffalität ab, und fie ift mitdem Zufalle einerlei. Da nun gewöhnlich behaup-tet wird, dafs der Zufall einen Widerfpruch in fichfchliefse und er wenigftens geradezu aller Erfahrungentgegen ift, fo gelten alle Gründe, die gegen ihngerichtet find, auch gegen die Freiheit oder denfreien Willen. Aendert jemand die Definitionen, fokann ich nicht eher mit ihm ftreiten, als bis ichden Sinn kenne, den er mit feinen Ausdrückenverknüpft.

Zwei-