Druckschrift 
2 (1791) Ueber die Leidenschaften
Entstehung
Seite
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Von dem Willen u. f. w.

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Gefellfcliaft auf gleiche Principien gegründet ift;und unfer Grund ift in dem letztem Falle fogarnoch beffer als in dem erftern; weil wir nicht nurbemerken, dafs die Menfchen allenthalbennach Gefellfchaft ftreben, fondern auch die Princi-pien angeben können, worauf lieh diele allgemeineNeigung gründet. Denn ift es wohl gewiffer, dafszwei gefchliffene Marmorplatten lieh an einanderhängen werden, als dafs zwei junge Wilde verfchie-denes Gefchlechts fich begatten werden? Entlte-hen wohl die Kinder aus einer folchen Begattungeinförmiger, als die Sorge der Eltern für ihre Sicher-heit und Erhaltung? Und wenn fie nun durch dieSorgfalt ihrer Eltern zu den Jahren gelangt find, wofie fich von ihnen trennen; find die Befchwerlich-keiten, die ihre Abfonderung begleiten, wohl ge-wiffer, als ihre Vorficht gegen diefelben, und ihreSorgfalt, fie durch eine enge Verbindung und Ver-einigung zu vermeiden ?

Die Haut, die Poren, die Muskeln und Ner-ven find bei einem Tagelöhner und einem Mannevon Stande eben fo verfchieden, als ihre Gefinnun-gen, Handlungen und Manieren. Die verfchiede-nen Standpunkte im Leben haben auf die ganze Ma-fchirie, fowohl äufsei'lich als innerlich, Einflufs; unddiefe verfchiedenen Standpunkte entfpringen noth-wendig und einförmig aus den nothwendigen undeinförmigen Grundgefetzen der menfchlichen Natur.Die Menfchen können ohne Gefellfchaft nicht leben,und ohne Regienmg ift keine Gefellfchaft möglich.

Regie-