*id Ueber die menfchliche Natur.
der mit Pferden in einem Parke eingefcldoffen ift,wird, wenn ich fo reden darf, mit ihnen Gefellfchaftmachen, ob er es gleich, wenn er die Wahl zwifchenbeiden hat, lieber mit feinem eignen Gefchlechte hält.
Die Liebe der Alten gegen ihre Jungen riihrtbei den Thieren eben fowohl von einem befondernInftinkte her, als bei den Menfchen,
Dafs die Sympathie oder die Mittheilungder Empfindungen unter Thieren nicht wenigerftatt findet, als unter den Menfchen, ift eine be-kannte Sache, Furcht, Zorn, Muth und andreAffekten gehen oft aus einem Thiere in das andretiber, ohne dafs fie die Urfache kennen, welchedie urfpriingliche Leidenfehaft hervorgebracht hat.Traurigkeit theilt fich ebenfalls bei ihnen durchSympathie mit, bringt eben die Folgen, erweckteben die Bewegungen, als in unferm Gefchlecht..Das Heulen und Schreien eines Hundes bringt einefehl- merkliche Beftiirzung bei den übrigen hervor.Und es ift fehr merkwürdig, dafs, obgleich faftalle Thiere fich deffelbigen Gliedes beim Spiele be-dienen, und fich beinahe eben fo bewegen, als beidem ernftlichen Streite; ein Löwe, ein Tiger, eineKatze ihre Klauen; ein Ochfe feine Hörner; ein Hundfeine Zähne; ein Pferd feinen Huf; dafs diefe Thieredennoch fehr forgfältig vermeiden ihren Spielgen of-fen wehe zu thun ; wenn fie gleich nichts von feinerRaehe zu fürchten haben; welches ein deutlicherBeweis dafür ift, dafs dieThiere eine Empfindung von.der Luft oder Ußhift der andern Thiere haben muffen.
Es