nj Ueber die ine n f c hliebe Natur!
pelten Verhältniffe der Impreffionen und Begriffenicht länger wirken können.
Siebenter Verfuch. Um diefes ganzeRaifonneinent noch einer fernem Probe zu unterwer-fen, fo lafst uns einen neuen Verfuch machen; undda wir fchon die Wirkungen verbunden er Leiden fchaf-ten und Begriffe gefehen haben, fo lafst uns einmalannehmen, dafs die Leidenfchaften in Verbindungmit einem Verhältnis der Begriffe diefelbigen blei-ben; und lafst uns die Wirkung diefer neuen Lage inErwägung ziehen. Es ift offenbar, dafs hier nachallen Gründen ein Uebergang der Leidenfchaftenvon dem einen Objekte zudem andern erwartet wer-den kann; weil nach der Vorausfetzung das Verhält-nis der Begriffe fortdauert und eine Identität derImpreffionen eine ftärkere Verknüpfung hervorbrin-gen mufs, als die vollkommenfte Aehnlichkeit, dieman fich nur einbilden kann. Wenn alfo ein dop-peltes Verhältnis der Impreffionen und Begriffe ei-nen Uebergang von einem zum andern hervorzubrin-gen im Stande ift, fo mufs eine Identität der Impref-fionen, verbunden mit einem Verhältnifs der Be-griffe diefes noch weit eher können. Dennoch fin-den wir auch, dafs wenn wir jemanden lieben oderliaffen, die Leidenfchaften feiten in ihren erftenGrenzen bleiben ; fondern dafs fie fich auf alle mitihm nahe verbundene Objekte erftrecken und feineFreunde und Verwandte mit unter fich begreifen.Nichts ift natürlicher als vermöge unfrer Freund-fchaft für einen gewiffen Menfchen, auch ohne wei-tere