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2 (1791) Ueber die Leidenschaften
Entstehung
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74 Uebe r die menfchliche Natur.

facht, dafs wir uns durch einen wahren oderfalfchen Schlafs die reale Exiftenz des Veranü-

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gens fchon zum voraus vorftellen. Diefe vorläufigeVorftellung des Vergnügens i ft fchon an fic.h ein fehrbeträchtliche« Vergnügen ; und da die Urfache da-von eine Eefitzung oder ein Gut ift, das uns ange-hört, und welches alfo mit uns verknüpft ift, fo le-ben wir hier deutlich alle Thcile der vorgehendenTheorie aufs Genauefte vor uns ausgebreitet.

Aus clenfelben Gründen, aus welchen Reich-thum, Vergnügen und Stolz, und Armuth Mifsver-gnügen und Unmuth erwecken, rnufs auch Machtdie erftern und Ohnmacht die letztem Gemüthsbewe-gungen hervorbringen. Macht oder Anfehen überandre macht uns fähig alle unfre Begierden zu be-friedigen ; fo wie unsOhnmacht, weil fie uns demWillen anderer unterwirft, taufend Mängeln undKränkungen ausfetzt.

Es verdient hier bemerkt zu werden, dafs dieEitelkeit, welche von der Macht, und die Schaam,welche von der Ohnmacht entfteht, durch die Er-wägung der Perfonen fehr vermehrt wird, über diewir unfer Anfehen ausüben, oder die das Ihrigeüber uns beweifen. Denn man fetze, es wäre mög-lich, man könnte Statiien von fo wunderbarem Me-chanismus erfinden, dafs fie lieh nach unfern Wil-len vollkommen bequemen und bewegen könnten ;fo ift leicht zu fehen, dafs der Belitz derfelben Stolzund Vergnügen erwecken würde, aber doch nichtin einem folchen Grade, als wenn wir diefelbige Ge-walt