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i’ant.
alte ©ebanfenwelt, um ohne alle 25oraudfehung aud ber reinen Vernunft eine neue©ebanfenwelt möglich ju madjen unb aitfjubauen. Unb bedlfalb fängt mit ff. eineganj neue Epodje ber ißI)itofobt)ie an unb man fielet aud), baß bie Slnalogie, bie man3 Wifd)en il)m unb ©ofrated finben will, • nur eine feljr oberflächliche ift. SDenn wenn©ofrated bie fß^itofo^ie auf bad innere bed ttttenfdfen richtete, wie bad ffant aud) fput,fo Kifft er bod) bie metaf 5 ^t)ftfc[>en ÜDenfprincipien unb 9Jtetf)oben unberührt, er bebtent ftchihrer gang unbefangen unb offne ihre SBahrlfeit im geringsten ju bejweifebn, um benfDtenfcben auf fein Snnered Ijinjuweifen unb in ihm bad moralifdfe iöewußtfein ju er=jeugen unb ju ftärten; bagegen befielt ber ffern ber ff ant’fdjen -ß^ilofo^ie gerabe in berffritif ber gewohnten ®enfformen unb ©enfprincipien unb in ber Unterfucpung non ber5!Jföglid)feit unb ben ©renjen bed ©enfoermögend. ©er fül)ne äftann reißt bad ©ubjectßon ber objectiBen SEBelt tod unb Bon ben Erfahrungen, bie ed in biefer gemacht hot, unbbetradjtet ed in feiner reinen SSernünftigleit. Ed fornrnt unfered Erachtend, um bieEpoche madjenbe ©roße bed fOianned richtig ju fdfähen, gar nicht fo fehr auf bie 3ie=fultate feiner ffritif an. Vielmehr wirb man nach beut gegenwärtigen ©tanbpuncteber fßhilofophie jugeben mäßen, baß gar manche biefer fRefultate einer neuen ffritif 31 tunterwerfen finb unb auf unerwiefenen SBoraudfefsungen ruhen. ©0 ruht ber ffant’fche©ah, baß wir nur bie Erlernungen ber ©inge, nidft bad Slnfid) berfelben erfennenfönnen, auf ber unerwiefenen Soraudfefcung, baß bad Slnfid) ober bad Sßefen ber ©ingein ber gütte feiner Erfdjeinungen ftd) nicht offenbare, fonbern gleid)fam hinter benErfdjeinungen oerhorgen bleibe. Slud) erhebt ff. burd) feine Eoncentration auf biereine Vernunft bed 9Äenfd)en, ben fubjectioen ©eift ju einer Slbfolutlfeit empor, bei berbad SJtoment ber Dbjectioität fowohl nach ber ©eite ber ttiatur ald nach bem gött=liehen SEBefen hin gar fehr in ben ffnntergrunb gebrängt unb felbft oerfümmert wirb.Slber burd) biefed unb Slelfnlidjed wirb bie ©röße bed fOtanned nidjt im geringftenangetaftet. ©iefe Freiheit Bon aller äußeren Sluctorität, biefe abfolute ffül)nl)eit berffritif, biefed reine beruhen auf ber benfenben SSernunft ift unb bleibt ber abfolute An-fang einer felbftänbigen ^5Ijilofop>^i e unb wenn aud) Bon bem ffant’fdjen ©pfteme berfßhilofophie hinft<htli<h her fKefultate gleid)fam fein ©tein auf bem anbern bliebe, fowürbe bennod) ff. in ber fp^itofop»h>i e badfelbe bleiben, Wad Eopernicud in ber 3lftro=nomie unb gutber im religiofen ©lauben.
5. ffant’d moralifdje unb päbagogifdfe ©runbfäfse. Slber abgefehenBon biefer gefd)id)tlid)en S3ebeutung, bie bie ffant’fche fßhtM 0 Pht e fü* bie Entwidlungbed ©eifted ewig behalten wirb, finben fiep in ben hinterlaffenen ©cfjriften bed ^ß^ilo=fophen eine jahltofe 9Jienge fruchtbarer ©ebanfen, bie für bad geiftige geben unb ind=befonbere aud) für bie Erjiehung immer ihre ©eltung behaupten werben. SKamentlidjgilt biefed Bon feinen moralifdjen Slnfdfauungen, bie in feiner ©runblegung 3 ur 3Meta=phhfif ber ©itten unb in feiner ffritif ber praftifdjen tßernunft niebergelegt finb. Sitte©ittlidjfeit bed SDtenfdjen beruht nad) ff. auf bem Sßilten; bie Eigenfchaft aber, bieben SSitten sum SBitten macht, ift bie fjveihett. 2 Bal)rheit wollen unb greif einift ein unb badfelbe. Sliemanb hat ben SBegriff ber greitieit fchärfer beftimmt, ald ff.Ed liegen aber nad) ihm im Segriff ber Freiheit jwei Sftomente, ein negatioed unbein pofitioed. ©ad negatioe SDioment heißt aud) Sßittfür unb befteht barin, baß ich Bonfeinem SEBefen außer mir beftimmt werben fann, fonbern bie abfolute 3Jföglid)feit in mirtrage, aud mir atted 3 U machen, meiner ©Ifätigfeit febwebe fftidjtung 31 t geben, tnid)febem htnjugeben, aber auch Bon jebem, fogar oon meinem eigenen geben 3 U abdtra=hiren, alfo im oottften Sftaße ber ©d)öpfer meiner eigenen geiftigen Epiftenj 3 U fein unbmid) ald foldfen 3 U wiffen. Slber bad zweite SOfoment ber greilfeit ift bad pofitioe,wonad) ich nicht blinblingd unb §ufättig febem fjfmpnld, ber an mid) ober aud mirfommt, 31 t folgen habe, fonbern bem im äßitten felbft liegenben @efe (3 mit SBewußtfeingeporfam unb folgfam fein fott. ®iefed ©ntnbgefeh bed SBittend, aud welkem heraudber älienfch ftdj frei beftimmen fott, ift aber nad) ff. in bem ©ahe audgefprodjen:£>anble fo, baß bie fttfapime beineg SBittend jeberjeit jugleidj bad ^ßrincip einer attge=