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Sngettblectiire, Sfugenblitertttnr.
moralifd)eS Glementarbud) (1782), fein ©ittenbüdjlein, bie Steifen feiner Böglinge fcpriebunb wie mit feinem Karl oon Karlsberg (1783) bei ben Grwad)fenen, fo mit feinem3ofeph ©d)marämantel (1810) bei ber 3ugenb unermeßlichen 33eifaCt fanb. 3m Drium-öirate ber erften Kinberbudjperiobe (ft er oietleidjt ber fdjwädtfte, aber gewiß nic^t berfdjtechtefte, unb fein ©d)warjmantel, ber in bie 2Bal)rl)eit ool{Stl)ümlid)er B e itoerl)ätt=niffe einfül)rt unb unter ber rationaliftifdjen Serbedung bodf> eine l)er$lid)e grömmigleitburcpbliden täßt, ift nod) jejjt beffer, als taufenb unferer mobernen Kinberfdjriften.Sieben bem realiftifdjen Gampe unb bem cioilifirenben SBeiße ftel)t ber moratiftrenbe©aljmann am befc^eibenften, aber am reinften ba. — 3ln ben ooltStljümlichen ©alj=mann fd)loß fid) in oorne1)merent ©tile KaSpar griebr. SoffiuS an. ©ein„©untal unb Sina" (1795—1800, 3 93be.) ift bie Sermal)lung beS Stouffeau’fd)enStaturftnbeS mit bem mobernen Ghriftenthum, unb feine moratifdje Silberbibet (1805—1812) ift ein gewiß wohlgemeinter Serfud), in eleganter gorm jur bibtifdjen ©efdjic^tejurüdjufüljren unb ber profanen moratifd)e Stupanwenbungen abjugewinnen. Stur baßbie Keinen Sefer, wenn fie im ©urnal unb Sina an ben Engeln unb Kannibalen beSStaturjuftanbeS unb ben wirftid) hö<hft anjiel)enben ©ituationen beS erften SanbeS fid)entgücft hatten, bie barauf folgenben jwei Scinbe ctjriftltdjer Kated)efe auf bie ©eitewarfen, unb baß bie pretißfe gorm unb moberne SlnfdjauungSweife ber Silberbibel webetbem biblifd)en nod) profanem ©toff red)t entfpredjen wollte. 3mmerhin gehören beibeSüd)er nod) ju ben befferen jener ißeriobe. — Stoch fruchtbarer unb faum wenigerbeliebt war ber in ©d)nepfentl)al gebilbete SBiener Gonfiftorialratl) 3afob © l a h, ber»on 1800 an 21 Sänbe für bie 3ttgenb fd)rieb, Bon benen „baS rothe Such" ammeiften gelefen, StofalienS SermädßniS (2 Sänbe) noch 1836 neu aufgelegt würbe unbbaS i,moralifd)e ©emälbe für bie gebilbete 3ugenb" am beutlichften bie£enbenj aller biefer breiten, fteifen unb poefietofen ©d)riften auSfprid)t. Sin biefemoralifirenbe ©chriftftetlerei, ju ber aud) f^ebberfert (Seifpiele ber 2BeiSl)eit unbXugenb, 1777—89), SBagnih (SJtoral in Seifpielen, 1797—1810), gunl (©itten=fpiegel, 1800) unb oiele anbere beitrugen, reihten fid) jahltofe Kinberfdjriften Bon ganjoerwifchtem Gl)arafter an, wie K. gr. Dh* eme ’^ »©utmann" unb bie einft oiel=gerühmten 3unfet, fpermann, SDtunbt ic. Gin SJtann allein, Stepnier (pfeu=bonprn ©anguin) ließ 250 ©chriften für bie 3ugenb auSgeljett, oon benen bie 9Jtel)r=ja1)l jur Unterhaltung beftimmt war. Stur eine würbigere Grfdjeinung begegnet unS,ber anfprud)Slofe 3. 31. G. 8öh T / ber eine anjiel)enbe unb belehrenbe »Sefcpreibungber Sauber unb Sölfer ber Gebe" (4 Sbe. 1803) gab unb in feinen »{leinen @e-fd)id)ten" (1799), feinen gabeln unb befonberS in feinen »{leinen Stuubereien fü*Kinber, weldje fid) im Sefen üben wollen" (ueuerbingS oon 31. g. G. Silmar heraus*gegeben), »aus tiefer innerer Grfahrung heraus einfach, wal)t, treu unb fromm" erjählt.
4) ®an$ eigenthümlich in ihrer 3lrt unb bie einjige ©d)rift oon bebeutenbem unbnachhaltigem Sßerthe, bie in jener ganjen fßeriobe heroortrat, finb bie Salmbtätter,erlefene morgenlänbifd)e Grjählungen (4 Steile 178 7—1800), auSgemäplt Bon gerbet,beutfd) bearbeitet oon 31. 8. SiebeSfinb (neu herausgegeben Bon Krummacber 1831),eine reidje Duelle, aus ber bis in nufere Beit bie Ghreftonmthieen ju fdjöpfen pflegen.3m ganjen unb großen war ber B u ftanb ber Kinberliteratur batnalS faft troftloS.
SereitS im 3al)r 1787 „war leine einzige Uterarifdje SDtanufactur fo fehr im©ange, als bie Sü^ermacherei für bie 3ugenb. Da giebt eS unter jaljllofen gormenunb Statuen: Kinberalmanad)e, Kinberjeitungen, K.=3ournale, K.=©ammlungen, K.=Sto=mane, K.=Drama’S, K.=@efprad)e, K.Gßoefien unb wie fonft noch ber moralifcpe Suppen*(ram heißen mag, ber aKjäl)rlid) für bie lieben Kinber ju SJtartt gebrad)t wirb. DerBerbiente Seifall, ben Garnpe, SBeiße, o. Stochow, ©aljtnann fanben, locfteeine unabfet)bare ©d)aar oon ©criblern h^bei, bie wie hungrige §eufd)reden über baSneue gelb herßelen. 3eber glaubte fid) gut genug (gr. ®ebi{e im Programm feines©pmnafiumS)". — © utS SJtu11) S tünbigte freilich umfonft bei Gröffnung feiner«Sibliothet" ben unfeligen ©criblern, bie nun fd)on feit 3ahrjel)nten bie päbagogifdje