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3 (1880) Göthe - Kindheit
Entstehung
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möglich macht, aber atte§ unter bie ,ßucht beS ©eifteS geftefft unb als bie bergänglidjeSeite am bieSfeitigert Men tut Steidje ©otteS angefetfen!

6) ©ie Mnfdjule hat iebodj auch unmittelbar baS 3^re gu t^un, um in ihrerallgemeinen ©orbilbung fürs Men gugteich ben ©runb gu legen, auf meinem bie ©e*faljigung für bie praftifdfe ©erufSbilbung befto fixerer erreicht »irb. ©ie fyat, »ie fiefdjon im $uge ift ' 5a ® Sluge ©c^ülerS für bie praftifdfen ©ebürfniffe beS MenSju öffnen, bei ben Uebungen beS Rechnens unb ©djreibenS ftcf> fo öiet möglich aufbiefent ©ebiete gu bewegen, baS ßeidjnen, um ben fformenfinn unb ©efcffmad gu bitbenltnb ben ©eftaltungen ber fpanb gum rechten SOtaff gu tterhelfen, in bie 9leihe ihrer Un=terrichtSgegenftänbe aufjunet)men unb bie Staturfunbe, namentlich ©oben = unb ißftangen^tunbe, je nach beut oortierrfchenb tanbwirthfdfafttidjen ober gewerblichen ©etrieb ber©emeinbe gu förbern. ©o bilbet unb ftärft fie bie geiftige §anb beS ©dfüterS, welchebie ArbeitSfdjule mit ffreuben unb ©anfbarfeit ergreifen wirb, um bie phpfifdje £>anbbargureidjen unb beibe gu ©erftanbniS unb ©efdjicf in ben ©efdfaften beS hebend miteinanber gu bereinigen.

7) ©ie Srage bon ber allgemeinen Errichtung ber Snbuftriefd)uten unb ihrerinneren Sinridjtung hängt wefentüd) bon ber Vorfrage ab: 2M<he fpeciette 3IrbeitS-iihungen gehören in bie Snbuftriefdjulen ber ©emeinben? fpier fommt bar adern inSetradjt, baff bie 3nbuftriefchute eS nicht mit 3ögtingen einer gefdjloffenen ErgiehungS*anftalt ju thutt hat, in »eldjer ©dfule unb gamitie fich bereinigen, fonbern mit bergefammten ©chutjugenb ber ©emeinbe, fobann bafj cS fich fai ber ©efdjäftigung in berftnbuftriefdjute gunächft nicht um SIrbeitSberbicnft ober Armenunterftühung, fonbern ein*fach um ©itbung gu gwcdmäfjiger Arbeit hanbelt. ©ie Arbeiten fetbft nun, gu meldenbie ©emeinbe=3nbuftriefchute gu bitben hat, müffett unter bie attgemeinen ©e =bürfniffe beS menfchtichen SebenS gegähtt »erben unb bon ber Art fein,baß ft allgemein gelehnt unb gelernt »erben fönnen, in bie ©d)ute aberbeSIjatb aufgenommen »erben, »eit bie gamitie ihne SÜinber in ben*felben nicht ober nid)t genügenb untertoeifen tarnt. Allgemeines unb bo<hin ben meiften Familien nicht genügenb befriebigteS ©ebürfniS ift für bie üMbdjen bieUebung im einfachen ©triefen, im 9?ahen fammt gufchneiben unb Süden, unb imSpinnen. 3n biefen ©erridjtungen muß jebe weibliche bperfon nach ih rer ©tettung inber menfchtichen ©efettfdjaft Kenntnis unb ffertigfeit befifjen, theitS um ihrer fetbftmitten, tt>eitS gur Rührung einer §auShattung unb ©eurtheitung ber Arbeiten anberer.Sie taffen fich °h ne nennenswerte ©djwierigfeiten überall lehren unb ternen, entwidetntlinreichenb baS ArbeitSgefdjid, unb an fie mögen fich bann, je nad) 93ebürfniS unb inprioater ©Seife, ähnliche feinere Arbeiten, »ie fpafeln, ©tiefen anfchlieftn, ober auch gutiottfommenerer tedjnifdjer AuSbilbung »eiblidje IJortbitbungSfc^uteit im tftahen unbStriefen, »ie fotdje in SEBürttemberg in ©tuttgart, ©übingen, Siagotb unb fonft im®ange futb. 2BaS bie Knaben betrifft, fo giebt eS feine Arbeiten, bie benen berAtabdjen analog unb für fie ebenfo bringtidjeS ©ebürfniS mären. 3h r fpaterer MenS*beruf hat nidjt bie ©teidjartigfeit, »ie ber ber 5Dtäb<hen, fonbern öergmeigt fich in e i negroße iOiannigfaltigteit. ®a eS für fie einige »enige ©runbbefd)äftigungen nid)t giebt,fo fann auch an bie ©emeinbe bie gorberung nicht geftettt »erben, für fie »ie für bieSiabdjen öffentliche fjnbuftriefdiuten gu errichten. Vielmehr h<*t für bie @rgiet;ung berSnaben gur Arbeit bie gctntiCic »eit mehr eingutreten unb auf bie alte gute ©itte guhatten, baß ber ©ohn au ber Arbeit beS SßaterS theitnimmt, ober fonft unter einerintelligenten unb fittlid)en Leitung befchaftigt »irb, um ©inn unb ©efebid für benspäteren fpecietfen ©eruf fich 5 U erwerben (f. b. Art. fpanbarbeit). ©emungeachtet fannunb fotl, »o nid)t, »ie in »ieten Sanbgemeinben, für bie förpertidfe AuSbitbung gumlanb»irtf)fd)aftlichen ©eruf ohnehin fchon hinreichend geforgt ift, aud) für bie KnabenetteaS gef^et)en, nämtid) bie Anfchaffung eines ©djutgartenS gum ©emüfebau, woranauch bie Sßabchen fid) bett)eitigen, unb gu einer ©aumf^ute. ©amit fönnen fie »enigftenSeinen ©heil beS Wahres gwedmäfig befchaftigt »erben. 3m übrigen »irb eS für oiete