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3 (1880) Göthe - Kindheit
Entstehung
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691
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Btocißtcttj. 691

gewißen giinfttgcrt Vebingungen, indbefonbere aud) ber 2)iit»irfung eines tüchtigenunb päbagogifd) gebilbeten ©eiftlidjen, erfprießtidje grüßte trogen. 2Bo aber biefe ftdjfinben unb mit ihnen bad eigene tüdjtige Streben ber Bögtinge fidj oerbinbet, ba finbfdjon red)t »adere ©lieber bed Sdjutftanbed ^erangebilbet »orben. ©alfer erfennenbie Veredjtigung biefer Art non Sel)rerbitbung felbft Scanner an, »etdje fidj fonft ent=Rieben für bie Seminarbilbung ertlären. So Eifentohr in feinenDfficießen Ve=richten über eine päbagogifcC>e Steife burd) Süb = unb SJiittelbeutfdjlanb mit befonberer9tüdfid)t auf SBürttemberg". Stuttgart 1840. §arnifd) im 2 - Vänbdjen oongrifdjed unb girned gu Statf) unb St^at", S. 46 in bem Stuffa^e: Vitbung berSefjrer ohne Scputlehrerfeminare. Eoufin, ber fid) fonft g»ar für bie Seminarbitbung erftärt, fagt atd ein unbefangener Veobad)ter oon ber in Siebe ftehenben Art»on Sehrerbitbung: »SJian erhält fo Sd)ullet)rer auf fe^r »opferte Art, unb übetbiedbitbet man fie nur ju Schullehrern; man lehrt fie nur bad, »ad ju ihrem Berufenott)ig ift; in ber Sdjule aufergogen, nehmen fie äße ©etoohnljeitett berfetben in ftdjauf, ßhtießen fid> innig an unb bringen gern ihr ganjed Leben in berfetben gm"©efchidjtlidjed unb Statiftifdjed. -Sn Sffiürttemberg befteljen nebenben Staatdfeminaren iJMoatbilbungdanftalten. S)ad Votfdfdjulgefeh non 1836, Art. 43fagt: »Stur ben öon ber Dberfdjutbeijörbe hieju ermäd)tigten Sd)utmeiftern (9}?ufter=leljrern) ift geftattet, Sdjutamtdgöglinge für ihren S3eruf audjubitben ober für bieAufnahme in eine 33erufd=33itbungdanftalt oorjubereiten. B 11 * Errichtung einer 23erufd=Vitbungdanftatt burd) ©eifttid>e, Sdjultehrer u. f. ». ift bie ©enehmigung ber Dber=fd)utbet)örbe erforbertid). -3m übrigen ift bie Vorbereitung unb Vitbung ber bei ein=jetnen Lehrern unb in Eßrioatanftalten befinbtidjen Bögtinge unter bie Aufftdjt ber 0ber=fdjulbehörbe gefteßt." 23ei bereinftiger Anfteflung haben bie auf bem ißrioatweg gebildetenGEanbibaten gleichen Anfprudj mit ben Bögüngea ber Staatdfeminare. Uebrigendhat bie Verufdbitbung bei einzelnen Sd)utmeiftern mehr unb mehr abgenommen, »eitfte ben bei ber Prüfung gefteßten Anforderungen, »eiche für bie Seminar iflen »ie fürbie Qncipienten bie gleidjen finb, nur unoofifommen genügen fann. ©enügenber finbbie Seiftungen ber ißrioatfeminare, flehen jebod) aud) buuhfdjnitttidj unter benen berStaatdfeminare. Am l. Sanuar 1872 mären in SBürttemberg nad) ber in berl. AufL ber Encpftopäbie, 33anb 10, S. 497, enthaltenen Eingabe in ben Staatd=fetninare 150 Bögtinge, in ben Vrioatfdjullehrerfetninaren 82 oorhanben, »ährenbnur 2 Bögtinge bei einjetnen Lehrern oorbereitet »urben. Aud) ift bie B a hl ber s ßrä=patanben, »etdje bei einjetnen Schullehrern oorbereitet »erben, nach ber S. 498 in bem=felben Artifel gegebenen äJiittheilung nur eine geringe.

®ie preußifdje Siegierung »ar früher bemüht, ©eifllidje unb Lehrer bafür gu ge=>»innen, fidj ber Vorbildung junger Leute für bad Slementarfd)ulamt ju »ibrnen unbfie bid jur Ablegung ber erften Lehrerprüfung oorjubereiten. ®ie Anregungen finb aberfaft ot)ne aßen Erfolg geblieben. -3n ber öffentlichen SJieinung fleht oielmeljr biefe Art berAorhilbung fo tief, baß man bie außerhalb ber Seminaren oorbereiteten Sdjutamtdcan=bibaten mit bem Spottnamen gelbflüdjter ober SBitbe begeic^net. 3l)re Batji »ar geringunb tarn im Vergleid) ju ber B a ^ ber ©eminarjöglinge taum nod) in Vetradjt,jumal in ber Sieget bie £>ätfte, bid»eiten aße burd)fieten. ®urd) eine EDiinifteriat=

Verordnung oom Saljre 1857 ift beftimmt, baß auch bie Siidjtfeminariften unter bemfelben Anforberungen unb in berfetben Sßeife geprüft »erben, »ie bie Seminarjögtinge.3n SBirftidjfeit aber muß eine bebeutenbe Ermäßigung ber Anfprüdje eintreten, »enn»enigftend ein ®h e ^ bie fßrfifung befielen foß. So»ot)t bad materieße SBiffen, »ieaud; bie methobifdjen Senntniffe bleiben in ben meiften gäßen fogar hi nter bemprüd, mad man für bie ißräparanben bet)ufd ber Aufnahme in ein Seminar forbert.®ad tommt baher, baß bie Eommiffiondprüfung (fo heißt bie Prüfung für 9iiÄt=feminariften) in ber Siegel nur oon folgen gemacht »irb, bie »ieberholt bei ber Auf=uahmeprüfung fürd Seminar jurüdge»iefen »orben finb, unb bie bei geringer ^Begabungentmeber nid)t im Stanbe finb, burd) SBüdfer fuh bie nötigen Äenntniffe gu er»erben,

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