Sfeealttüt.
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§um{iolöt, Sari S®ilfj. b.
nod) tueit mel)r unter baS SlnerlenntniS ber hödjften, adeS beljerrfehenben unb burd)=brtngenben Siebe rnug fo oorwaltenb fein, bag baS gange Sßefen barin aufgelöst ift.(Jtur bei biefer ©efinnung fann man ben non 3fefuS bargebotenen grieben fidj aneignen.®enn eS Ware eine gang irrige 9luSlegung ber frönen biblifdjen ©teile, wenn manglauben fönute, ber hintmlifdje griebe fenle fi<h fo non felbft unb otjne adeS 3 ut h u nauf ben ©tenfdjen Ijerab. ©Bold gmar fenft er fidj alfo nieber, er fann nicht burdjSffierfe oerbient, nicht gleichfam mie Erbengüter burdj eigenes Sd) UIt erworben werben.@r ift eine freie, i^immtifche, immer nur ber ©nabe entftrömenbe ©abe. Stdcin berSUienfd) fann fie nid)t erfaffen ohne jene ©efinnung; befind er aber biefe, fo ift ernieber jenes griebenS gemig, benn eS ift recht eigentlidj oon ben Ijiinmlifdjen ©abenein waljreS SfBort, bag benen gegeben wirb, bie ba hüben."
©tit biefen fdjönen unb innigen ©Sorten §.’S felbft fei biefer 9lbrig feines SebenSunb feiner päbagogifdjen Sebeutung gefdjloffen. ES mürbe aber unfere ©figge ihren$wed bann nid)t terfehlt haben, menn fie geigte, mie über ben großen ©lann in foengen ©rengen etmaS irgenb 3 u länglidjcS fid) nidjt fagen lägt, unb menn fie fo bemSefer ©eranlaffung mürbe, gu §. felbft unb gu feinen ©djriften fidj gu menben, biebem Schulmann burdj baS reiche SBiffen, meldjeS in ihnen auSgebreitet ift, nicht nurbie reichfte ^Belehrung bieten, fonbern auch malere Erhebung unb ©tärfung bur<h biegefammte eble 'ißerfönlidjf eit, welche in ihnen fidj abfpiegelt. 3 um ©djluffe aber flehehier noch ein Sßort auS Sötffj’S ©ebächtniSrebe auf SBilljetm oon Ipumbolbt: »3mneuerer 3eit h at b°<h fc£jmerlid> irgenb einer bie öffentlichen Serljältniffe gugleich unbbie SBiffenfdjaft mit fotcher ©röge beS ©eifteS unb foldjem ©efdjid gehanbljabt. — Erwar ein wirflidjer, oon 3been burdjbrungener unb geleiteter Staatsmann, — er marein Staatsmann oon ferifleifdjer Ipoljeit beS ©inneS. — ‘’ßfhMe'b'jie unb $oefie, Siebe=funft, gefdjidjtlidje, hhüdfoöifdje, linguiftifche ©elehrfamfeit maren in ihm gu einer burchfeinen ©tisflang geftörten Harmonie unb gu einem munberbaren Ebenmag oerfihmolgen,welches baS ©epräge ber befonnenften ©ieifterfdjaft ift." $aur.
$UUU>r, f. Sehrton.
3 -
Sbeale, f. 3bealität.
S&calität. ®ie bßäbagogif ift nicht menig babei intereffirt, ob bie ibeale 2luf=faffuttg ber ©Seit im Siechte ift, ober nicht, unb mie meit fie im Siedjte ift. ®er ©treitijl alt, nidjt blog in ber ißfuM^ie, fonbern audj in ben ©emütljern ber ©tenfdjett.®er »©iaterialiSmuS" brängt fid) immer mieber bem ©lenfdjen auf, ber »©tedjaniSmuS"ber Seit (baS ©Sort im ©inne atlumfaffenber ©efefclidjfeit genommen) fdjcint bie 3beenunb bie 3beale auSgufdjliegen. Slber eS fdjeint nur fo. Eine grünbliche SetradjtungbeS ©IaterialiSmuS, mie fie gr. 31. Sange angeftedt hat (©efdjidjte beS SDtateriatiS=muS, 2 33be.), ergiebt, bag er mit ©otljwenbigfeit eine ibeatiftifdje gornt annimmt.®r, als bie fcftefte aber audj niebrigfte ©tufe ber ißhiM 0 hhi e / toid ein ©hftem ber ©3irf=lichfeit fein, aber er oergigt, bag ber fdjaffenbe gactor unferer Erfenntnis alles fub=jectio macht, auch bie gemeine Erfahrung. Ohne ibeale ©Bett geht eS alfo hier nidjt.
fdjönften ift ber ©treit gmifdjen ber ibealen unb medjanifdjen ©Seltauffaffung inber ©orrebe gu So^e’S ©tifroloSmuS gefchilbert. ©3er fie gelefen hat, mirb in bem®d)Iugfah eine oorläufige 9tuSeinanberfe(3ung ber beiben berechtigten gorberungen haben.®enn So^e’S Such mid nidjt «halb ber einen, halb ber anberen Slnfidjt gerftüdelte 3 U=gefaubniffe machen, fonbern nadjmeifen, mie ausnahmslos unioerfed bie 3luSbeIjuungbeS ©iedjaniSmuS unb gugleich mie oödig untergeorbnet bie Sebeutung ber ©enbungig, Welche ber ©MjaniSmuS in bem Sau ber ©Seit gu erfüden hat.“ ®ieS mug beiS»he Weiter oerfolgt werben. 3)er Erfolg foldjer Unterfudjungen, mie fie befonberS feit$ant unb fperbart angeftedt finb, hat — oljne in fdjolaftifdjer ©Seife bie Siealitat gumiSIjanbeltt — bem Dbealen einen felbftänbigen, h°h cu äBertlj gefiebert, unb weil