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HmtmitiömiiS mtb SicitliSmitS.
Stäben bet 'fycrgeBtadjteJt Erjiehuttg genügt als baburdj, baß et felbft iReucS unbgorbernbeS an baS 8idjt gebraut. Aber aud) biefe negatioe Sßirfung wirb, inte eSfdfeint, oielfad) ju hod) angefdjlagen. SRan rechnet ihm wohl aud) baS als Serbienftcm, waS ohne gweifel auf bie immer ftärfer herüortretenbe ^Bewegung bet geit über=fjaupt unb ben iituffc^toung, ben bie oaterlänbifd)e üiteratur nnb bie Sßiffenfdfaft nahm,3 utüd$uführen fein wirb. dagegen gebührt ihm unbeftritten bie jweibeutige Anerfennung,baß bie ©dfulen erft lange nad) feinem gurüdtreten oorn ©djaublahe baS weite ©ebiet„bet fog. gemeinnützigen tentniffe" aufgegeben haben.
©er §umani8muS ber neueren geit; FörbernbeS unb HemmenbeS,ffiirfung. 2öäl)renb ber 3teatiSmuS in ben oortfin betrachteten ©tabien feine 933irf=famfeit ju entfalten ftrebt, am ungehemmteren auf ben non ihm geftifteten ©rjiehuttgS^anjtalten, geht ber Humanismus in ber SRehrjalfl ber lateinifdjen ©dfulen unb©hmnafien auf bem non SMancIfthon oorgejeidfneten SÜSege fort, theilS gar nicht, theilSnur in geringem SRaße non ben Forberungen beS fRealiSmuS fid) beirren laffenb. ©eineSBirffamfeit erfc^eint als eine ftiße, oft gebrüdte unb nod) mehr ohne jureidjcnben©runb gefdjmahte. ©ine genauere Prüfung würbe ohne gweifel ben SBeweiS liefern,baß bie Stiftungen nicht burcßgängig fo fdjledjt waren, wie fie gewBlmlid) angefehenwerben, fonbern baß fie nicht feiten oofie Anerfennung oerbienen. SBenn man aberbiefen Anftalten im aßgemeinen 53efd)ränftf)eit unb bürftigen Formalismus oorwirft, fofeilen fie barin ben ©hatafter ihrer geit in ber 2Biffenfd)aft unb aßen SebenSoerhält=niffen. ©ieS barf um fo weniger überrafdjen, ba eS einen befonberen Sehrerftanb nod)nidjt gab nnb biefenigen, welche bie Functionen beSfelben ju übernehmen ben SRutl)hatten, unter aßen ©ebrüdten bie ©ebrüdteften waren unb burd) bie SRoth beS SebenSan jebem freien Auffd)Wunge fid) gehemmt fühlen mußten.
©ine fid)tbarere unb erfreulichere Söirffamfeit fonnte ber H um aniSmuS erft banngewinnen, als ihm fein eigentümliches ©ebiet wieber erfdjloffen würbe unb er bie inbemfelben gefammelten unb erftarften Sträfte im ©ienfte Ijbh«« ntenfd)lid)er Silbungju oerwenben ©elegenheit unb Aufforberung erhielt. ©ieS gefd)ah erft aßmäl)lid) feitber SDRitte beS nötigen UfaljrhunbertS unb oerf<hiebenartige 33eftrebungen mußten bajumitwirlen. ®aS ©rfte, waS in biefer S3ejiehung ju erwähnen, war baS nad) unb nad)reger werbenbe ©tubium beS Altertums; 3. SR. ©eSner (f. b. Art.) that bagu einenbebeutfamen ©tritt, inbem er au<h baS ©riechifdje in hoh erem SRaße heranjog, unb©rnefti (f. b. Art.) folgte ihm unb wenn auch bem Borgänger nicht gleid)fommenb,wedte er ben ©inn für eine correcte unb gefäßige Form ber ©arfteßung unb gefdjmad=»oße ©rflärung ber ©d)riftfteßer. ©roßartiger war bie 2Bir ff amleit, weldje H e h ne(f. b. Slrt.) als ©eSner’S SRachfolger in ©üttingen gewann; feine 33ehanblung ber©cßriftfteßer, ber tateinifdfen wie ber gried)ifd)en, eröffnete ganj neue ©efidftShunfteunb war aud; auf bie ©ewinnung beS SBerftänbniffeS beS StunftwerfS gerichtet; bajuoerftanb er burd) Bearbeitung ber £iteraturgefd)id)te, ber Archäologie, ber SRßthologie,ber Antiquitäten, ber ©efchichte baS Sehen ber alten SSölfer in ben mannigfaltigftenSeäiehuugen flar oor Augen ju fteßen.
©inen weiteren Fortschritt bejeichnet baS Auftreten oon F- 21. Süäolf (f. b. Art.).3ft eS aud) überflüßig hi« feine SSerbienfte im eingelnen befonberS h«oorjuheben, fomuß hoch baS, woburd) er auf ben ©ang ber AlterthumSftubien beftimmenb eingewirfthat, erwähnt werben, nämlid) bie Segrünbung ber »AlterthumSwiffenfdhaft",beten ©runbgüge er in bem Eingänge beS oon ihm in ©emeinfdjaft mit Buttmannbegrünbeten SRufeumS ber AlterthumSwiffenfdjaft oorgejeichnet hat. Freilich geht er,inbem er »bie AtterthumSwiffenfd)aft nad) begriff, Umfang, gwed unb SBerth" »otAugen fteßen wiß, oorgugSweife barauf aus, bie einjelnen gweige biefer SBiffenfdjaftju beftimmen unb fcheibet oon berfelben auSbrüdlich baS Studium humanitatis als einin Weit engeren ©renjen fich h®tt £It he8 (©. 125 ); gleidjwohl aber giebt er über ben®erth beS ©tubiumS ber ©brachen im aßgemeinen unb ber alten inSbefonbere, überbie Sehanblung ber ©rammatif, ber H«weneutif unb Stritt! fowie ber realen ®iS=