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^omtobciv
Slfdfof Erid) »on ©ruBenhagen, Sruber I., nid)t günftig geftimmt war, gtüctttd^
burd), »on anberen gleid)geftnnten unb gteicf)ge6itbeten SJfännern, SiBoriuS SRiffing,ißrebiger am Dom, unb bem SaceHan eBenbafelBft, SohanneS ^3oHiu§, gfreunb beSEoban §effe u. a. fräftig unterftüfct. DaS einmal auSgeftreute Samenforn, baS aufempfänglidjen ©oben gefallen, lieg ftd) nicht niebertreten. @8 gebiet) um fo fräftiger, baEridh’S Nachfolger granj, ®raf »on SBalbed, ber Sad)e juget^an mar unb fetBft fürbie $er6eijiet)ung fähiger unb eifriger tßrebiger Sorge trug. DaS (Einbringen berSüöiebertäufer »erurfadjte fteiltd) aud) tiier mandje Störung, bod) geftattete ber 23ifd)ofbie Berufung beS Superintenbenten Hermann Sonn aus ÖiBed, melier in ber Sdjule»on NturmeHiuS geBilbet mar unb barauf in SBBittenBerg ftd) Sutljer angefdjloffen B>atte.Diefer mar e8 benn, meldier in alten S'irdjen, mit 2!u8nat)me be8 Domes, ben e»an=gelifd)en ©otteSbienft einfüljrte unb 1543 burd) eine Sirdjenorbnung für bie .gufunft bieerforberlidjen Einridjtungen traf. 2Ba8 fo gegrünbet mar, fonnten nadjfolgenbe ungünftigeSerljältniffe eine >}eit lang ftören, aBer nidjt »eraidjten.
SBaS DftfrieSlanb Betrifft, fo mürbe @raf Ebjarb fd)ott 1519 burd; baS Sefen »onSuttyer’8 Schriften günftig für bie Reformation geftimmt, unb bie Ntönche, welche imfolgenben Sal)re in lurid) — Sruno — unb in Smben — SlportanuS — ihre Stimmenfür biefelbe erhoben, fanben in ihm eine Stüge. Unb al8 auf feinen Söunfd) £utl)er benSRagifter Sodann Steffens nad) ber Stabt Norben gefanbt hatte, fanb bie DeformationBalb im ganzen Sanbe Eingang. (Einige öffentliche Disputationen, burd) meldje einige5Nönd)e au8 ©röningen 1526 berfelben Stißftanb gebieten ju lönnen meinten, bientennur baju, fie weiter auSsuBreiten, um fo met)r, ba ein Dominicaner, RefiuS, in Norbenfeine Dljefen für biefelbe im folgenben -3al)re fiegreid) »ertl)eibigte. Ebjarb’S Nachfolger,(Enno, jeigte fictj Bemüht auf bem Betretenen Sffiege fortjugehen, »ermodjte aber nid)teine fefte fird)lid)e Drbnung ju fdjaffen, unb e8 mürbe biefelbe noch lauge nad)l)er »er=migt. Denn bie Errungen, welche bie SBiebertäufer erregten, waren fo Balb nidjt au8=äugleichen. Da$u fam ber ,gmiefpatt burd) ba8 Einbringen ber Reformirten unb berbann weiter »on ben nieberlänbifcfjen ißrouinsen au8 auf ba8 Sanb geübte Drud berBenad)Barten !atl)otifd)en SRad)t. SB eher bie »on Suther approBtrte, 1530 gebrudte,Äirdjenorbnung, nod) bie »ier Satire fpäter burd) bie SüneBurgifdjen, »on §erjog Ernftgefanbten )f3rebiger, äRartin Dnbermarf unb 9Rattl)iaS ©inberid), entworfene »ermochtefi<h überall Stnerfennung ju »erfchaffen. Die ©üter ber Slöfter unb Stifter mürbengegen bie anfangs auSgefprodjene Stbfidjt unb mehr als Billig BefonberS »om ®rafenEnno eingejogen unb nicht, wie in ben 2Belfifd)en Sanben, ihrem 3mede gemäg »ermanbt.
Die »orftehenbe UeBerficht geigt, bag bie Deformation, wie fie in ben tnefigen, ba=mal8 unter ber Negierung mehrerer dürften ftehenben Sanben, mit Ausnahme ber sedesepiscopi ju §ilbe8heim unb DSnaBrüd unb einiger $löfter unb Stifter, burdjgeführtmürbe, »on bem Reformator fetBft geleitet mürbe, theilS unmittelbar burch Rath unbErmunterung, theilS burch bie ih m Befreunbeten, »on ihm angeregten SRänner, UrBanuSRegiuS, Eor»inu8, StmSborf, SpangenBerg u. a. ES ift baher natürlich, bag fie hi«benfelBen ®ang nahm, wie unter üuttjer’S Slugen, bag bie Sinridjtungen in ®ird)e unbSchule biefelBen waren wie bort, bod) mit ber Sefdjränlmtg, bag unter Semat)rung bere»angelif(hen Freiheit mancherlei Unterfd)iebe nicht auSgefcfjloffen waren. Die tirdjemorbnungen, welche fi<h entmeber auf einen grögeren SanbeStheil ober audj nur auf eineeinseine Stabt erftredten, »erBreiteten fich über ba8 Sdjulmefen noch nid)t weiter, alsbag eine Schule sur Unterweifung ber Sugenb angeorbnet, ein Schulmeifter Beftetlt unbihm ein ober nad) SebürfniS mehrere „©efellen" unb ein Eantor, ber ein erfahrenerSRuficuS fei, BeigegeBen werben feilte. Dabei wirb in Segiehung auf baS, was gelehrtwerben foH, öfters auf Sutljer’S Schrift „an bie Ratsherrn aller Stäbte Deutfd)lanb8"unb auf ben fog. „fädhfifchen Sdjulplan" ober lurfäd)fifd)e Schulorbnung »om Sal)r 1528(f. SormBaum I, S. 1—8) »ermiefen. Demnach fte^t feft, bag bie Sd)ule eine Dochterber ffirche ift unb bag fie biefer $u bienen hat. DaS wieber „auf ben ißlan" gebrachteEoangelium ift bie Bewegenbe 9Rad)t ber 3eit, baSfelbe allen ©liebem ber ßirdje ein--