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3 (1880) Göthe - Kindheit
Entstehung
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^amtlton.

»on ,f).S Slad)folgern baS ShtSreidjcnbe gefdjel^cn fei, mirb fdjmerlid) behauptet werben,unb in fofern bürften einige unmaßgeblid» Slnbeutungen über bie einsufdjlagcnbc 9ii<h=tung audj l)ier immer nod) ant ißlafec fein.

SaS sunäd)ft bie ftofflidje Unterlage betrifft, fo ftnb, mie fdjon oben er=mäljnt, non fp.S Sal)l beS ©»ang. 3ol)anniS bereits feine beutfcfjen Sladjfolger fel)thalb juritdgetreten. ©lurne 3 . 93., ber feinen lateinifdjen Sejt mit einer jmifdjett.fjamiltonS ©udjftäblidjfeit unb QacototS greiljeit bie SHittc Ijaltenben Ueberfe(}ung»erfieljt, l;at ben 8 i»iuS (nid)t ol)ne bebenflidje Umgcftaltung beS SEepteS) $u ©runbegelegt, ©ergleidjen umfänglidje STeyte ftnb nun ebne 3 '»eifel beim ©ormiegen einesmateriellen 3 tüe &8, beim Unterricht reifer ©djülcr unb beim ©elbftunterridjt ganjangemeffen, »eil eS bann BorjugSmeife auf einen rafdjen f^ortfdjritt anfomtnt nnb bieferburd) baS Smtereffe am 3nl)alt mefentlid) geförbert mirb. SlnberS bei jungen ©d)ülern,bie jugleid) fc£>on für ein tieferes ©erftänbniS beS ©injelnen menigftenS »orbereitet»erben feilen. Siefe bürfen um ber 3 ufunft mitten nicht an eine flüchtige ©eljanblungbeS Stoffes gemöljnt merben; erforbert bod) fdjon il)re Ungeübtbeit einen langfameren©ang. ©ei einem foldjen aber mirb baS 3nt)altö=I}ntereffe non felbft jttr Siebenfache;ja eS fann fogar ftörenb mirlcn unb Untuft ermeden, menn ber S'nabe bureb baS nuraßmäl)lid)e ©orfdjreiten ficlj in feiner Steigung, bem 3 u fömnmnhange ber ©rjäljlung»orjugreifen, gehemmt fiebt, mäbrenb boeb fein fjntereffe an einem Inhalte Bon mäßigemja red)t geringem Umfange eine »oße ©efriebigung gefunben höben mürbe. Sod)bietoDn meiter unten!

lud) bie fpamiltonfdje Ueberfejjung ift ganj moljt einer erfprießlidjen 9)iobUfication fähig, ffnfofern nämlich öUeS in ben früheren Sectionen ©rlerntc im ®ebäd)t=niS fortgefiibrt mirb, ift nid)t abjufeljen, meöljaib baS in ber nämlichen Sortfortn unbin berfelben ©ebeutung Sieberfeljrenbe immer aufs neue unter bem ÜEepte mieberljoltmerben foß. Surd) ©efeitigung biefer überftüßigen ©oßftänbigfeit mürbe auch baSoben berührte SftiSoerftänbniS gehoben fein, mornad) bie unter ben SEept. gefegten tpülfenals eine mirflidje Ueberfe^ung, maS fie bo<b ihrem Sefen nach nicht fein feilen, er=fdjeinen. ©ine anbere Streitfrage ift, ob in ber Ueberfegung baS einzelne Sort jebeS=mal in feiner.©runbbebeutung, ober mit ber an ber betreffenben ©teße angemeffenen©ebeutung miebergegeben merben foUe, momit bann bie »eitere jufammenhängt, ob einSort ftetS auf bie nämliche Seife, ober je nadj bem 3 u fömmenljange »erfdjieben juüberfeinen fei. Sa entfteht benn fogleid) baS ©ebenfen, ob unter ber ©runbbebeutungbie ett)mologifd)e, ober bie togifdje, ober gar bie l)iftorifd)e ju Berfteljen fei. §. unbbie meiften Anhänger beSfelben fpredjen fidj für bie ethmologifdje, als bie retatio ju=»erläßigfte unb praftifdj erfprießlidjfte aus, mogegen menig einsumenben märe, menn fidjbiefelbe überaß ftdjer ermitteln liege unb ihre Ueberfefcung in bie Sßutterfpradje, inS=befonbere bei ben ©ompofitiS unb fßartifeln, nicht unjäljligemal gur »oßfomntenenUnßerftänblicbteit führte ober menigftenS falfdje ©orfteßungen ermedte, bie bann einerfortmäl)renben ©eridjtigung bebürfen. SebenfaßS aber merben jmei einanber auS=fdjließenbe 3toede »erfolgt, menn man einerfeitS behauptet, ben ©d)üler »on oorn hereinmit ber ©ntftehung unb Urbebeutung ber Sörter befannt ju mad)en, unb bod) eS mieberals einen ©ortheil h^orljebt, baff ber ©djülcr nur im 3ufammenl)ange ber Siebe bierichtige ©ebeutung ber Sörter lernten lerne, mäljrenb bem Sorte in ißrayi gerabe eineungehörige beigefd)rieben ift. ©S liegt aber infolge beS Betriebenen ©ntmidlungS=gangeS ber einjelnen Sprachen and) barin ein Siberfprud), baß man einerfeitS bejmedt,ben Anfänger Bor aßen S)ingen in ben pofitißen unb materießen ©prad)inhalt einju-führen, anbererfeitS ihn jugleid) fdjon auf ©erhältniffe hinmeiSt, bie großenteils formalerunb rationaler Slatur finb unb Biel erfolgreicher bei ber Slnalpfe in einem eigenen3 eitabfch)utt ex professo behanbelt merben. 2 Mnt man bagegen, baß aud) fdjon inbiefer Siidjtung burd) baS bloße Slneinanberhalten beS SSeyteS unb ber Ueßerfejmng ber©tnn für Analogie eine gefunbe Slahrung ftnbe, fo »ergißt man, baß bamit einer Ueber=fepung Singe jugemuthet merben, bie fie ihrer Siatur nach nid)t leiften fann. SejätereS