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fdjentten ihm jefet ein neue« Men", baS freilich in bet nädjften £eit fic^ voieber oer=bunfelte unb erft fpäter ju feinet testen Entfaltung gelangte. — SBä^tenb feine«UufenthaltS in Surlanb war fp. in freunbfd;aftlid)e Verbinbung getteten mit betnVerenS’fd;en fpanblungShaufe in Stiga, baS er (I, 39) fo anfprechenb gefcbilbert hat.giner bet ©ölme beSfelben, 3ohann (S^tifto^, hatte ihn für nationalöfonomifdje ©tu=bien gewonnen unb namentlich jur Verausgabe einer Üeberfegung oon 35angeuil’SUnmerfungen über bie 3Sortl;eile unb 9iacE)t^eile oon granfreid) unb ©roßbritannien inUnfeljung beS fpanbelS 1756 oeranlaßt. 3n betn Don V- beigefügten Unhange (1, 1)finb oon Sntereffe bie ^Betrachtungen über bie Vebeutung ber gamilien als ber Elementeber bürgerlid;en ©efetlfchaft unb über ben burd) Veifpiel unb Erjieljung fidj forterbenbenftamiliengeift, »welcher ©täbte gebaut hat unb burch ben fie hefteten" (I, 37). Sehtübertrug itim baS VerenS’fdje VauS für gewiße geheim gehaltene mercantilifdje Bwedeeine große ©efdjäftSreife, bie junächft nach Vamburg, Vremcn unb Umfterbam fidf er=ftreden fotlte, nachher aber bi« Englanb fid> auSbehnte. Sn Sonbon tonnte er in berihm übertragenen Ungelegenheit nid;tS auSrichten; anftatt nun nach Vaufe jurücfjufehren,»artete er müßig auf eine ©elegenljeit, fein ©lücf ju machen. Ullein biefc wollte fidjnicht jeigen unb er hatte feinen 9Jienfdien, ber ihm rathen unb helfen tonnte; fo gerieft)er allmählich in einen ganj oerjweifelten 3 u ßanb, -ben er burch lauter 3 er ftt emtn 3 e i lju oergcffen fudjte." Um et»aS ju oerbienen, tarn er auf ben ©ebanfen, Unterricht imSautenfpiel ju geben; man »ieS il;n ju bem einzigen Sauteniften, ben eS bamalS in |
Sonbon gab. SDiefer SDiann nal)m ihn freunblid; auf, er »urbe fein Vertrauter unb§. glaubte nun gefunben ju haben, »aS er fdjon fo lange oergeblidj' gefugt hatte. |Uber eS geigte fid; halb, bah ber Sautenift ein ganj lüberlicher SDietifd) »ar; anftatt ihn ,auf beffere Sßege ju bringen, »ie §. in ber ©tiße gehofft hatte, »urbe er felbft immertiefer in ein leidjtfinnigeS oerfdjwenbcrifchcS Sireiben hineingeführt, unb als er fichenblid;, nachbem er feine ganje Verworfenheit fennen gelernt hatte, oon ihm trennte,befcmb er fich in einer »förperlidjen unb öfonomifchen ßmmttung, unter beren 35rutf j
enblich ber ©tad;el feine« ©ewiffenS burchbrang". Er begann mit Uufridjtigfeit baS |
Vud; ju lefen, baS ber legte Sroft feiner äJftrttcr gewefcn; ba »arS ihm, als lefe erin SfraelS ©efdjichte feinen eigenen SebcnSlauf. 2Md)em ©eridjt er nun fein ganjeS |
bisherige« Scben unterwarf, wie er burch bie »VöHenfahrt ber ©elbfterfenntniS" jum j
neuen Seben fid; emporrang, jeigen bie ©ebanfen über feinen SebenSlauf (I, 208 ff.),bie er bamalS für feine Ungehörigen unb greunbe jum 3eugniS feiner ©inneSänberungauffegte, — ein ©eitenftücf ju Uuguftin’S Eonfeffionen. Uußerbem finb noch bie tief= |finnigen biblifchen Vetr ad;tungen eine« Ehriften u nb bie Vrocfen gegenbaS Enbe beS Sonboner UufenthaltS im grühling 1758 »erfaßt. — UuS Englanb nad;
9iiga jurücfgetchrt, faßte V-, f° auSfichtSloS feine Sage war, plöglid), wie er meinte,oermöge göttlicher Umgebung (I, 237) ben Entfdjluß, bie ©djwefter feine« ffjreunbeS [VerenS ju heirathen. S)aS Stäbchen geigte fi<h geneigt, aber bie Vrüber oerweigertenil)re Einwilligung; fdjieb bod; fegt eine tiefe Stuft bie alten greunbe. 9tod; gatten fie j
fich freilich gegenfeitig ju oiel, als baß eS nicht ju grünblidjer UuScinanberfegung hätte
fommen mäßen, ©ic erfolgte, ba V- i m Stfärj 1759 ju feinem tränten Vater jurücf=gefehrt war, auf fdjriftlichem VSegc, wobei 9fector 3. @. Sinbner in 9iiga, ber fpäteraud; noch Sant ju Vülfe nahm, ben Vermittler madjte, 3)ie hierauf fid; bejiehenbenVriefe gehören ju ben in gftpologifdjier §itifid>t intereffanteften ber ©ammtuug. Uufber einen ©eite crfdjeiut jene gctagianifche Uorrectheit, für weld;e V-’S innere Ertebniffe jgerabejn unoerftänblich, ja efeltiaft fein mußten. 35er V)elt möchte VerenS ben alten j
greunb, ben er fegt für einen Vtifdjmafch oon einem großen ©eift unb einem elenbcn |
35robf erflärt, wieber nugbar, ja il)n jum Vefehrer ber greigeifler machen, aber ebenbarum feine Religion oon Uberglauben unb Schwärmerei reinigen (I, 357, 366). Uufber anberen ©eite jeigt $. bie fouoeräne Valtung eine« burd; bie äBahrheit frei gewor=benen, feiner ©ad;e gewißen ©eifteS, ber ftolj ift in bem, waS bie Vielt für alte Sumpenachtet, weil er weiß, baß biefe Sumpen ihn aus ber ©rube gerettet haben, ogt. 3er. 38,