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©ötlje’S Sectürc.
frönen Seele" foldjen gerabesu fagt: fie berufen auf bet ebetftert SKiufdjung uttb bev3 arteften IBerwedjSlung beS ©ubjectloen uub Dbjectitten. Slber er ^at einen magrenXBiberwiden fowobl für feine ißerfon, als anbern gegenüber gegen bie ©eite berReligion unb beS ©briftentl)nmS, Weldje ben 5Dtenfd)en jur ©infebr in fid) felbft auf=forbert unb dju in fein (gewiffen treibt, bamit er burcb ©rfenntniS feiner @d)ulb unbfittlidjen ltnmad)t nid)t nur bie »erfötjnenbe, fonbern aud) bie erlßfenbe, erlauternbeunb ^eitigenbe Sltadjt ber Xieligion an fid) erfahren lerne. (gcroinuS fagt: wie eifrig(Sötfye ermahnte, ben ÜJtenfdjen erfennen 31 t lernen, fo warnte er bod) »or ber ©elbft=erfenntniS; wer fid) in ben eigenen 93ufen fdjauete, bem, meinte er, fei eS fo fd)tec£)tin feiner §aut, wie bem, ber fein eigenes- ©eljirn belauerte, ©benfo meinte (gBflje:nein ju garteg (gewiffen, weldjeS baS eigene tnoralifdje ©elbft fo Ijod) fc^ä^t, baß eSihm nid)t oerjei^en wid, madjt bppodjonbrifdje fOJeufdjen, wenn eS nidjt burcb einegroße SS^ätigfeit balancirt wirb." Süit foldjen 3lnfdjauungen oerrammette er ftd) unbanbern ben 2 Beg, ber 3 um ©briftentbum führte. 3Bie er felbft oon bem innern(gcwiffenSfampf, ber dm ergreifen wid, menn er in eine berfeljrte IBalm bineingeratbenift, fid) fo 31 t fagen burdj eine bid)tcrifd)e ©rlofung befreit, inbem er baS, waS it)ninnerlid) bewegt unb belaftet, in poetifdjer 3)arftedung aus fid) l)inaugftet(t unb oonfid) „ablüSt," fo will er ben 9Jtenfd)en überbauet nid)t in bie STiefe feines SSefenSbringen laffen, bamit er im ernftlidjen Kampfe mit fid) felbft ben SEBeg ju innerlidjer^Befreiung unb ©rftebung finbe, fonbern treibt ihn auS foldjem lebenoerjebrenben fitt=lidjen (grübeln fogleid) an bie Qberflädje, bamit er burdj eine „große £l)ätigleit" oonben felbftgefdjaffenen (gefpenftern fid) loSmad)e, waS er in bem be 3 eid)nenben ©prud)eoffen l)erau§fagt: „2BaS oorbei ift, nid)t bereu’ cd, fd)lagenb an bie wunbe 23ruft, lebenur ein beßreS DJeueS, unb oergiß ben alten SBuft." ®i5tl)e weiß jwar wobl, waSSßiebergeburt ift, unb man lann eS nid)t fdjöner fagen, als er eS in ben fd)önenSBorten gefagt hut: „Sange bdb’ id) m'td) gefträubt, enblid) gab id) nad), wenn beralte ÜD'tenfd) jerftäitbt, wirb ber neue wad); unb fo lang bu baS nid)t b^ft * btefeS„©tirb unb Sffierbe," bift bu nur ein trüber (Saft auf ber bunfeln ©rbe.“ Slber erglaubt bod) nid)t in 2 Bal)rbeit an eine fold)e innere Umwenbung unb ©rneuerung,wie baS ©briftentbum fie forbert unb »erfprid)t; fagt er ja bod) peremtorifdj: »$einültenfd) fann eine gafer feines SBefenS anbern, obgleid) er oieleS fann; feb’ beinenguß auf ettenf)obe ©öden, bu bleibft bod) immer, waS bu bift." ®ann eS uns baberwunbern, baß i'bm am ©briftentbum unb ganj befonberS ber iperfon ©brifti eben baS
oor adern perfönlid) juwiber ift, worin ttjr eigentbümlidjeS SIBefen, ihre (große unb
weltbiftorifcfje IDtiffion beftel)t? Xtidjt als wollte er i’bm überhaupt ben Srieg erllären,weil er bodj „in einem gewißen ©briftentbum" ben (Sipfel ber 3ftenfd)lid)feit finbet,ja fogar aud) ben Sßertb beS einfad)en biblifdjett ©briftentl)itmS für einen gewißen©tanbpitnet ber Silbnng ansuerfemten geneigt ift, aber eS ift nidjt fein ©tanbpitnetunb foU nid)t ber allgemeine fein, Xtodj im ffaljre 1808 fd)reibt er: »eS lommt mir
Wie allen fpeiben ganj wunberlidj oor, baS Äreuj auf meinem eigenen (grunb unb
33oben aufgepflanjt 31 t feben unb ©brifti ©litt unb XBunben poetifd) prebigen 3 U pören,opne baß eS mir gcrabe 3 uwiber ift. 2öir finb bieS bod) bem büfferen ©tanbpunctef^ulbig, auf ben uns bie '’ßbilofopbie gehoben ^at. 2Bir bü&<m baS ^beeile fcbä^engelernt, eS mag fidj auch in ben wunberlid)ften formen barftellen," I 8 riefwed)fel mitSacobi @. 239 . ülber er proteftirt nun fogar auSbrüdlid) gegen bie 2luSfd)ließlid)feitbeS ©briftentbumS in einem Briefe an Sabater: „33ei bem SBunfdje, in ©inem SnbibibuumadeS 3 U genießen,, unb bei ber Unmögtidjf'eit, baß bir ein -Önbibibuum genugtbunfann, ift eS beiwlidj, baß auS alten ,3dto unS ein S3ilb übrig blieb, in baS bu beinadeS übertragen, in il)m bidj befpiegelu, bid) felbft anbeten fannft. s J?ur baS fann id)ni<bt anberS als ungered)t unb einen 9?aub nennen, baß bu ade foftlidjen gebern bertaufenbfacben S3ögel unter bem fpimmel ihnen, als wären fie ufurpirt, auSraufft, umbeinen ißarabieSöogel auSfibließlicb 3 U febmüden. ®aS muß unS Oerbrießlid) unbunleiblidj erfc^einen, bie wir unS jeber ben XUenfcben unb burcb XUenfdjen geoffenbarten