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2 (1878) Dankbarkeit - Globus
Entstehung
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Fröbel.

Friedrich der Große.

Leibnitz'sche System durch Locke zu verdrängen. Was er großes für die Universitätenthat, ist alles in dem einzigen Worte enthalten: Schutz der Lehrfreiheit. Dieser Schutz :wirkte bei allen Misgriffen im Einzelnen (über Bahrdt vgl. Trendelenb. S. 11)belebend auf alle Facultäten. Es regte sich ein kühnerer, freierer Geist und mit ihmneue Schöpfungen, die zum Theil erst unter den folgenden Regierungen zur Reifekamen. Quellen: Osnvrss äs Prsäsrio 1s Ornnä, Lsrlin 1848; bes. Bd. IX,worin: Instruction NN inchor Loioüs (betr. d. Erzieh, des Thronfolgers); Illötr. xomIn äirsotion äs I'nonäsinis äss nodlss n Lsrlin; Usttrs sur 1'säuontion; vinIoAue äe !mornls n 1'nsnZs äs ln fsnns noblssss.Preuß, Friedrich der Große. Berlin 1832 >1834, 4 Bde., zu jedem ein Urkundenbuch. Preuß, Friedrich der Große alsSchriftsteller, Berlin 1837, nebst Ergänzungsheft 1838. Brunn, Lebensbeschr,Meierotto's. Berlin 1809. Heppe, Gesch. des deutschen Volksschulwesens, Gotha ^1858 u. f. Fast ganz gehört hierher: Trendelenburg, Friedrich der Große und !sein Staatsminister Freiherr von Zedlitz. Eine Skizze aus dem preußischen Unterrichts- ;wesen. Vortr. geh. am 27. Jan. 1859 in d. Ak. d. Wissensch. Berlin, Bethge, 1859. ^ Friedrich der Große und die Volkserziehung. Vortrag von vr. Fischer. Berlin, -Dümmler, 1877. A. Lange, erg. von Schmid. i

Fricdland, s. Trotzeudorf.

Fröbel, Friedrich (geb. den 21. April 1782 in Ober-Weißbach im FürstenthumRudolstadt, gest. den 21 . Juni 1852 in Liebenstein) gehört zu denjenigen Männern inder Geschichte der Pädagogik, deren Bild noch etwas schwankendes hat. Selten sind ,wohl über einen und denselben Mann und seine Leistungen so völlig entgegengesetzteUrtheile gefällt worden, als über Fröbel. Er hat enthusiastische Freunde und Bewun-derer gefunden, aber nicht minder auch solche, die seine Bestrebungen aufs heftigste ver-unglimpften oder sie wenigstens geringschätzten. Es gab Pädagogen und giebt immer nochsolche, die in ihm einen pädagogischen Genius sehen und ihn zu den größten Wohlthii-tern des Menschengeschlechts rechnen;*) andere dagegen haben ihn für einen Narrenund Phantasten erklärt. Das Härteste, was ihn in dieser Hinsicht getroffen hat, sttwohl das Verbot seiner Kindergärten in dem preußischen Staate durch den Cultus-minister von Raumer. **) Man wird nicht leugnen können, daß Fröbel selbst durch ^seine Schriften die Veranlassung zu manchen Mißverständnissen und zu mancher Mis- ^achtung seiner Tendenzen gegeben hat und daß das Urtheil über ihn wesentlich anders :lauten muß, wenn man es bloß aus dem Studium seiner hinterlassenen Schriften ge- ;schöpft oder wenn man ihn auch selbst in seiner Persönlichkeit und unmittelbaren Wirk- ^samkeit beobachtet hat. Der Unterzeichnete hat mehrere Wochen mit Fröbel zusamn»gelebt und hat durch Beobachtung seines Wesens und Wirkens ein so lebendiges Interest!für ihn gewonnen, wie solches aus keiner seiner Schriften zu erlangen gewesen wäre. ^Man fühlt es allerdings auch seinen Schriften ab, daß der Mann von einer großenIdee durchdrungen ist und für sie lebt und webt; auch stellt er diese Idee in den ver-schiedenartigsten Worten und Wendungen dar; aber es fehlt seiner Darstellung an fester ,Bestimmtheit und fortschreitender Entwicklung. Vernunft und Gefühl arbeiteten mächtigin dem Manne, aber es fehlte ihm in einem hohen Maße der unterscheidende Verstand, ^der die Bestimmungen aus einander hält und der centralen Einheit der Idee erst ei« ^Peripherie giebt. Man kann sich daher beim Lesen seiner Schriften oft des GefilhlS ;nicht erwehren, als komme er nicht von der Stelle, und wieder als schieße er häustg -über das Ziel hinaus und müße in der praktischen Anwendung seiner Gedanken fehl ^greifen. Diese Mängel seiner schriftlichen Darstellung vergaß man aber, wenn M

*) Vgl. Friedrich Fröbel; ein Wort der Erinnerung von Heinrich Hoffmann. Hamburg IW

**) Min. Rescr. v. 7. Aug. 1851.Wie aus der Brochüre: Hochschulen für Mädchen ml ^Kindergärten ic. von Karl Fröbel erhellt, bilden die Kindergärten einen Theil des FröbelWsocialistischen Systems, das auf Heranbildung der Jugend zum Atheismus berechnet ist. Schulen n.,welche nach Fröbel'schen oder ähnlichen Grundsätzen errichtet werden sollen, können daher nWgeduldet werden." (Rönne, Das Unterrichtswesen des pr. Staats I. S. 866).