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2 (1878) Dankbarkeit - Globus
Entstehung
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Eiseulohr.

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und Erziehungsprincip allezeit festhaltend, weit ab von denen, welche die Schule, sei'saus schlechtverhehltcm Standesdünkel, sei's ans tieferer, innerer Abneigung in die Stellungdes Empörers gegen Kirche und Christenthum zu drängen sich mühen. Das Motiv,das ihn zu dem Bemühen trieb, die geistigen und leiblichen Zustände des Volkes ein-porznheben und dem Stand der Volkslehrer eine würdige Stellung zu erringen, drückenwir am richtigsten mit den Worten aus: ihn jammerte des Volkes.

Eisenlohr ist geboren am 30 . April 1805 zu Herrenberg, wo sein Vater Diakvnuswar; dieser bekleidete später das Amt eines Decans in Reutlingen und starb 1846 alsPfarrer in Kvrnwestheim. Der Sohn trat 1819 wohlvvrbereitet in das niedere theolo-gische Seminar in Maulbronn, 1823 in das Tübinger Stift. Unter den Freunden,mit denen er dort in näherem Umgänge stand, war der treffliche, zwei Jahre ältereEhr. Fr. Wurm, der als Professor der Geschichte 1859 in Hamburg starb. Für Pä-dagogik hat er in jener Zeit noch keinerlei Anregung erhalten; es waren die theologi-schen Lehrfächer, in die er mit angestrengtestem Fleiß sich einarbeitete. Nach Beendigungder Universitätsjahre trat er 1828 die damals unter den schwäbischen Theologen üblicheReise nach dein Nochen an, um zunächst die theologischen Größen Berlins zu hören;er dehnte jedoch seine Wanderung über Hainburg, wo er schon von Wurm empfangenwurde, nach Dänemark und dein südlichen Schweden aus. Einige Zeit nach seiner Rück-kehr gieng er als Repetent nach Tübingen, von wo aus er 1833 als Diakonus nachMarbach am Neckar berufen wurde. Damals schloß er seine erste Ehe init AugusteFeuerlein, der Tochter des Pfarrers in Wolfschlngcn, einer geistig äußerst belebten, jagenialen und dennoch liebenswürdigen Frau, deren Leben und Charakter nach ihrem1857 erfolgten Tode von der Hand ihrer Freundin, der Frau Ottilie Wildermuth,eine würdige, auch für den ihr persönlich Freinden anziehende Darstellung gefunden hat(Auguste, ein Lebensbild. Stuttgart. Ad. Krabbe, 1858 ). „Mit all' ihrer Lebendig-keit" — heißt es dort S. 42 — »gieng sic ans Eisenlohrs Ideen ein und brachte ihreigenthümlich reiches Leben in jede, anscheinend trockene Aufgabe/ Sie hat 1847„Dorfgeschichten" im Druck erscheinen lassen, die der württembergische Volksschriftenverein alsEigenthumankaufte; sie selber sagte von diesen Geschichten (Auguste, S. 119 ): „Wennichmeine Erzählungen mit andern vergleiche, so kommen sie mir vor, wie Bauersleute mit unge-wichsten Stiefeln." — Für junge Männer von Eisenlohr's Art bieten die kleinen Dia-konate, wie Marbach, den großen Vortheil, daß sie neben der gewissenhaften Erfüllungaller geistlichen Amtspflichten noch sattsam Muße gewähren zu Studien. Auf die Pä-dagogik und das Schulwesen leitete ihn zunächst das Nebenamt eines Dirigenten derregelmäßigen Schullehrerconferenzen, sowie die Jnspection einer Volksschule und die Ober-leitung einer schon von Bahnmaier daselbst gestifteten Industrieschule; und noch von dortaus trat er 1837 mit einigen Freunden (Bührer, Hauber, Märklin, Stockmayer) zueinem Verein zusammen, der durch eine Zeitschrift: „Blätter aus Süddeutschland fürdas Volks-Unterrichts- und Volkserziehungswesen" auf diesem Gebiet zu wirken suchte.Ebendaselbst hat er 1837 die württembergischen Bolksschulgesetze für die Neyscher'sche Ge-setzsammlung (als deren XI. Band) bearbeitet. Aber auch für kirchenrechtliche Studienhatte er schon früher ein Interesse gefaßt, daher ihm die Nedaction der württembergischenKirchengesetze übertragen worden war, die, von ihm mit einer vortrefflichen historischenEinleitung versehen, als VIII. und H. Band derselben Sammlung 1834 und 35 erschienensind. Neben diesen Arbeiten hielt er in Marbach Abendvorträge allgemein belehrenderArt, um auch in dieser Weise seinen Gemeindegliedern zu nützen. Des Armenwesensnahm er sich dort ebenfalls treulich an; sein Organisationstalent hat sich damals schonauf diesem Gebiete bewiesen, indem es ihm gelang, den vorher maßlos betriebenen Kin-derbette! völlig abzustellen und eine geordnete Armenhülfe in Gang zu bringen. Nochin Marbach machte er die persönliche Bekanntschaft des preußischen Schulraths Zeller;dieser schrieb ihm nachher einmal: „Ich, das alte, und Sie, das junge pädagogischeDeutschland, werden ja doch miteinander der jungen Welt auf den Strumpf helfen." —Im I. 1838 erhielt er die Stelle des zweiten Diakonus in Tübingen, wo auch unter