Einflistcrn.
Einüben.
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schulen ist die störende Sympathie namentlich durch Präcision in allen Formen derFragestellung und Antwortgebung zu bekämpfen (worüber Curtman, Lehrb. II-,6. Ausl. S. 75; vgl. auch Palmer, Päd-, 2. Ausl. S. 535). Große Dienste thutdas Aufzeigen (Handerhebcn) der Schüler, die eine Antwort wissen, schon deshalb, weiles ihren: Sinn eine andere Richtung giebt. Die gröberen Formen des Betruges durchEinflistern muß man sorgsam beobachten. Spielende Bewegungen der Hand, desSchnupftuchs, eines Buches nach dem Munde haben oft Verdeckung des Einflisternszum Zweck. Verschwinden hinter dem Vordermann ist ohnehin jedem Lehrer verdächtig.Geschickte Einbläser richten den Kopf nicht nach dem aufsagenden Schüler hin und wissenwohl gar mit natürlicher Taschenspielerkunst in entgegengesetzter Richtung ein kleinesGeräusch zu erzeugen. Beim Rechnen dienen die Finger zum Telegraphier: der Zahl;doch werden mit denselben auch Worte angedentet, z. B. durch Ausführung der Zügeauf den: Tisch, auf der vorgehaltenen Tafel für einen rückwärts sitzenden Schüler u. s. w-Bkit besonderer Strenge hat man auf alle Spuren von dringender Aufforderung odergar Nöthigung zum Einflistern durch Drohungen zu achten.
Eine Schule, in welcher das unredliche, für die Fortschritte wie für die Sittlichkeitder Schüler gleich verderbliche Einflistern herrschend ist, leidet an einen: wesentlichen Ge-brechen. Was die Verantwortlichkeit dafür betrifft, so haben freilich Revisoren und Auf-sichtsbehörden die Macht der Tradition in Anschlag zu bringen, die in allen: innerenSchulleben der Bemühung des einzelnen Lehrers einen zähen Widerstand entgegcnzusetzenpflegt. Albert Lange s.
Elllheitstabelle, s. Rechen unterricht.
Emhclfen, s. Einflistern.
Einladnngsschristen, s. Programme.
Entsperre», s. Strafen.
Eintritt der Schüler, s. Aufnahme.
Einüben heißt etwas so üben, daß man es inne hat und als über einen freienBesitz darüber verfügen kann. Der Schreiblehrer zeigt den: kleinen Schüler die Bc-standtheile eines Buchstabens und läßt ihn denselben nachmalen, aber es bedarf langerHebung, bis die den Griffel oder die Feder regierenden Finger dies Geschäft richtig,gut und ohne besondere Mühe vollziehen. Der Leseschüler hat in kurzer Zeit alle Buch-staben kennen gelernt, aber wie viele Mühe muß noch darauf gewandt werden, bis erdas Lesen als Fertigkeit so inne hat, daß er die einzelnen Buchstabenformen nicht mehrzu fixiren, sondern das ganze Wort und später einen ganzen Satz nur mit einem raschenBlick zu übersehen braucht, um den darin enthaltenen Gedanken in sich aufzunehmen.Den Laut des französischen j, 2 nachzubilden, kostet den deutschen Knaben Mühe, all-mählich aber bedarf es weniger und au: Ende keiner Aufmerksamkeit mehr, daß seineSprachorgane den richtigen Laut Hervorbringen. Der Lehrer einer fremden Sprache hateine Regel richtig und klar vorgetragen, und der Schüler hat sie begriffen, aber es stehtnoch lange an, bis sie fehlerfrei angewandt wird, d. h. bis sie genügend eingeübt ist.Eine mathematische Wahrheit kann von den: Schüler wohl verstanden sein, aber er sollz. B. einen geometrischen Satz an einer Figur in anderer Lage beweisen oder eine ein-fache Anwendung davon machen und nun stockt er, der Satz ist nicht gehörig eingeübt.Wenn die Wiederholung in: allgemeinen zum Zweck hat, das Gelernte zum völligenEigenthun: des Geistes, zu einen: Bestandtheil des Bewußtseins zu machen, das jedenAugenblick in demselben reproducirt werden kann, so gilt dasselbe auch von der Einübung,die nur eine Unterart der Wiederholung ist in Bezug auf Fertigkeiten von mehr oderweniger mechanischer Art, „da das Kind wohl etwas schon kann begriffen haben, aberes ist ihn: in Gedanken, Mund und Hand noch nicht so geläufig, daß es ohne Schwie-rigkeit ausgeführt werden kann; durch die beharrliche Wiederholung gewöhnen sich abersännntliche in Anspruch genommene Kräfte daran und die Hebung macht den Meister.'
a. Das Gebiet der Einübung bilden also vor allem diejenigen Thätigkeiten, welchemehr oder weniger unter Mitwirkung körperlicher Organe zu Stande kommen und bei
Vüdag. Encyclopädie. L. Aufl. 10