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DoMluntcrricht.
grund, die Zahl der Abteilungen, die Beschäftigung der Abtheilungenund das Verhalten des Lehrers zu den Abtheilungen.
Man kann die Schüler abtbeilen nach Wer, Geschlecht, Fähigkeit oder nach derStufe des Lehrplanes, auf welcher sie stehen. Den Zweck wird man nur durch die zu-letzt genannte Abthcilung erreichen. Denn soll der gemeinsame Unterricht allen Schülerneiner Abthcilung von Vorthcil und für Erregung ihrer geistigen Kraft gleich geeignetsein, so muß er von gleichen Voraussetzungen bei den Schülern ausgehen und an diegleiche von allen erreichte Vorstufe knüpfen. Von selbst ergiebt sich, daß der Lehrplanden Gang und die Stufen des Unterrichts objectiv festsetzen muß. Weder die Abthei-lung nach dem Geschlechts, noch die nach dem Alter kann diesen Rücksichten genügen.Aber auch nicht die ausschließliche Theilung nach den natürlichen Fähigkeiten. Dennabgesehen davon, daß auch der Fähigste die Vorstufen durchlaufen haben muß, wenner sic schon vielleicht in kürzerer Zeit durchlaufen kann, so wäre für Schüler undLehrer nichts trauriger, als die Unfähigen sämmtlich allein zusammenzukoppeln, wo-durch sie ihrer Führer (der so nöthigen Vorspann), des stärksten Spornes und Vor-bildes beim Lerngcschäft beraubt würden, dem Lehrer aber würde die Last verdoppeltund die Lust genommen.
Die Frage nach der Anzahl der Abt Heilungen könnte nach dem Bisherigenbereits erledigt scheinen. Denn wenn einmal als Princip angenommen ist, daß die-jenigen in eine Abtheilung zu bringen sind, die auf der gleichen Unterrichtsstufe stehen,so könnte man auf die Frage: wie viele Abtheilungen? einfach antworten: so viele, alses verschiedene Stufen sind, auf welchen die Schüler der Elaste stehen. Allein damitläßt sich noch wenig machen. Erstlich muß eine sehr große Anzahl Schüler jedenfallsin Abtheilungen gebracht werden, auch wenn sie alle auf der gleichen (objectiven)Unterrichtsstufe stünden, weil die Uebersicht des Ganzen und die Überwachung derEinzelnen es erfordert; sodann hat die Abtheilung, wie oben bemerkt, noch weitereZwecke, nämlich das selbständige Lernen und Arbeiten der Schüler; ferner giebt esgrößere und kleinere Stufen des Unterrichts, und mit der Frage nach der Zahl derAbtheilungen geht eben die Frage, welche Stufen gemacht, welche zur Abtheilung maß-gebend werden sollen, Hand in Hand; endlich stehen kaum 3 , geschweige 30 oder 40Schüler so genau auf einer und derselben Unterrichtsstufe, daß sie mit einander Schrittzu halten vermöchten, wie eine exercirte Compagnie, die auf das Commando den Fußgleichzeitig aufhebt und gleiche Schritte macht. Es kann ja unmöglich schon die objectiveUnterrichtsstufe allein entscheiden, d. h. es kann für Zutheilung zu einer Abtheilungnicht hinreichen, daß der Schüler ein gewißes Pensum durchgcmacht hat, so wenig alsdaß er ein gewißes Lebensalter erreicht hat. Es kommt vielmehr zugleich darauf an,wie er dieses Pensum aufgefaßt und in sich verarbeitet hat, also auf die subjectiveErkenntnisstufe, die von ihm erreicht worden ist. Hienach könnte es sogar scheinen, jemehr und je kleinere ALtheilungen, desto besser. Dies wäre abermals ein Jrrthum. Nichtnur, weil der Lehrer genöthigt würde, seine Zeit unter die Menge der Abtheilungenzu theilen, so daß jede nur einen kleinen Bruchtheil zu genießen bekäme und an Zeitverloren gienge, was an Kraft gewonnen würde, sondern auch, weil die Zersplitterungin Abtheilungen eine immer größer werdende bleibende Zerklüftung der Schule zurnatürlichen Folge hätte, während es ein wichtiger, wesentlicher Zweck der Schule ist,die Massen zu verbinden und — mit möglichster Schonung der Individualität — zuuniformiren. Denn die Individualität hat im Unterrichte, wenn auch ein wichtiges,doch nicht das einzige Recht. Vielmehr läuft mit ihr parallel die Aufgabe der socialenBindung der Alters- und Heimatgenosten. Die richtige Antwort auf das Wieviel?wird vielmehr sein: nicht mehr Abtheilungen, als theils die Maste, theils die Ver-schiedenheit der Stufe unumgänglich erfordert. Wo mehr als zwei, höchstens dreiAbtheilungen nach diesem Princip gemacht werden müßten, da wäre mit Grund auf einefehlerhafte Organisation der ganzen Anstalt, oder auf eine große Ungeschicklichkeit desLehrers zu schließen. Aber auch hiemit ist die Frage noch nicht erledigt. Die Ver-