©chulgeMube. 917
3immerluft an ben genflern unb Slußenwänben nie burdjgehenbS erfüllen taffen. 2Bieau§ ber borhergegangenen 93ef<hreibung ber berfdjiebenen §eigungSantagen gu erfe^en,entfpridß bie eine berfelben ben SBebingungen weniger, bie anbere boüßänbiger; ohneeinfache ober gufammengefehte Suftpeigung wirb man g. 58. wot nie eine wenigftenSannäfyernb gleichmäßige ÜBanne im ßimmer ermatten, unb eine Dfenheigung wirb felbftbei ber forgfättigften SSehanblung taum tauglich fein gur ©ewinnung einer über bie gangeSDauer ber ©djulgeit fid) gleich bteibenben Erwärmung beS ©chutgimmerS. ©ie für einSöhulgimmer paffenbfte Sßärme liegt jmifcEjcn 13 unb 16° 9t.; gum 58el)uf ber 5Beob=adjtung unb 9tegetung berfelben ift jebe§ ©dmlgimmer, je narf) feiner ©röße, mit einemober mehreren ©hermometern gu uerfefjen. 9Jtan t)ängt baS ©hermometer am beften ingleite §öf>e mit ben köpfen ber ©dfüter, atfo in eine §öl)e twn 1,1m—1,4 m überben gußboben, unb man hat gleichzeitig ©orge bafür gu tragen, baß ba§ ©hermometernicpt an eine falte Slußenwanb gehängt wirb, weit eS bort immer eine um mehrere ©rabeniebrigere SBärme zeigt, als mitten im 3immer.
©ie Sleiberredfen füllen nicht im ©chutzimmer felbft angebracht werben, fonbern ineinem üor biefem tiegenben Vorzimmer ober auf bem ©ange üor ben einzelnen Staffen.®ie befonberS gur SBinterSgeit häufig genug burdjnäßten SteibungSftücfe gehören nidjt inbaS ©(hutgimmer, benn bie auf benfetßen haftenben ©ubftanzen üegetabitifchen unb ani=matifchen UrfprungS üerbunften unb gerfepen fid) in ber warmen Suft beS ©d)ulgimmerSunb machen bie letztere gefunbheit§fd)äblid). gn einigen neueren amerifanifchen ©cfiul=häufern ift bie Einrichtung getroffen, baß bie naffen Sleiber im IBorgimmer fofort wibergetrocfnet werben fönnen, unb eS iß eine fold) üortrefftiche Einrichtung gewiß nachahmen§=wert. ©aS 5ßorgimmer ober ber ©ang bient als ©urdfgang bom fpauSthürborplalj gunt©diulgimmer; für jebeS ©efd)led;t finb hefonbere SSorgimmer angutegen. ©er ©ang borben Staffen muß fo angelegt werben, baß er heß, geräumig (nicht unter 2,5m breit)unb nicht zugig ift, aber bod) nach Sebarf febergeit rafch gelüftet werben fann. Um3ugminb in bemfelhen mögtichft gu bermeiben, füll berfelbe bün ber fjauStpüre ober bem©adfboben burd) ©hüten abgefd)loffen werben, welche ber Erleuchtung halbst ©laSeinfäfsehaben müffen. ©ie Steiberhafen foEten auf bem ©ange angebracht werben.
®ie ©reppen, feien fie innere (bon einem ©tocfwerf gum anbern führenbe) oberäußere (bor ber §auStl)üre befinbticf)e), müffen ber 3®hl ber au f benfetben berfehrenben©d)üter entfprechenb breit angelegt werben, eine lichte 93reite bon 1,4m wirb felbft infleineren ©djulhäufern als baS tninbefie gu betrachten fein. Diäcpft genügenber SSreitefommt eS aber wefentlich auf richtige ©tetgung§berf)ältniffe an; man giebt am beften0,15m—0,17m ©teigung unb bagu 0,35m—0,30m Auftritt; für alle ©reppen eines©dfulhaufeS füllen bie gleichen Steigungen unb ©luftritte beibehalten werben.
©ie inneren ©reppen bürfen bon ©tocf gu ©tod nicht in einem £auf angelegtwerben; biefe Einrichtung ift einesteils beim S3eßeigen ber ©reppe gu ermübenb, anbern=teils gu gefährlich für bie nid)t immer mit ber nötigen Sangfarofeit unb 3$orß<ht bie©reppe herabfommenbeu ©chüler. Eine ©dfulhauStreppe barf auch nicht gewunben fein,weil ber bei folchen ©reppen borhanbene Slbßanb in bem ©teigungSberhältniffe ber ber*fdfiebenen aufeinanberfolgenben ©ritte unb jebeS eingelnen gewunbenen ©ritteS ein SluS=gleiten felbft bei borfichtigem ^Begehen leicht möglich macht. Eine ©dfulhauStreppe ißam beßen in gwei Firmen gebrochen, fo, baß gwifdfen beiben Sinnen eine burchlaufenbe9iuhebanl ober eine fchmale ebene gtädie angebracht ift; nur etwa bei ©toctwerlShöhenbon über 4—5 m würbe man bie ©reppe breiarmig mit gwei Stuljebänfen angulegenhaben, ©in fefteS ©reppengelänber mit fjanbgriff iß nicht bloß auf ber inneren (freien)©eite eines ©reppentaufS notwenbig, fonbern auch auf ber äußern (an bie SBänbe beS©reppenhaufeS anfdfließenben) ©eite; ©elänber, auS SSrettern mit auSgefchnittenen 9Ser=giernngen hergefteüt, geben leidht S3eranlaffung gu SSefdfäbigungen an §änben unb Sleibernunb ßnb baher nicht angumenben. ©ie tgöfie beS §anbgriffS über ben ©rittßufen feiltemit bem Sitter ber Schüler medjfetn, unb eS iß alfo, wenn eine ©reppe bon ©Gütern