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Sdjulgclmubc.
Außerbem ifl nodj weiter ju bemerfen, baß man jur Verhütung oon UnglücfSfäßen bafürforgen muß, baß etwa ficf) löfenbe Seile ber Sadjbebecfung ( 3 . S. Sachplatten, ©tiefer)nic^t an ber Sadjtraufe abfaßen, fonbern burd) bie Sadftinne ober burd) befonbere aufbaS Sad) gefteßte ©djufcbretter aufgehalten »erben.
2Benn nun auch &ei Aufführung eines ©ebäubeS aße Sorgfalt auf ©rjielung berSrodenljeit oerwenbet wirb, fo ift hoch ein ©ebäube unmittelbar nach feiner igerfteßungfo feucht, baß eS nicht fofort bezogen werben fann. ©S fommen burd) ben jum ^dauernoerwenbeten Salfmörtel, burch ben ®t;pSmörtet u. f. w. große SRaffen oon SBaffer inbaS ©ebäube hinein, bie junächft wiber oerbunflen muffen. Sie jum AuStrodnen einesSteubaueS erforberliche ßeit ift je nach Saumaterial unb ßßitterung oerfdjieben, unb fannjwifdjen 1 k unb 8 ii fahren angenommen werben, ©inen 23erfud) auf bie Srodenheit
eines 2Bof)nraumeS fann man in folgenber iffieife oornehmen: 2Ran fteßt eine gewogene,
nicht 31 t große SRenge ©hlorfalium in einiger Entfernung 00 m ©ebäube an einem ge=fchüfcten Ort in bie freie Suft unb eine gleiche ÜRenge ©htorcalcium in baS Smuner.©otange im Verlauf einiger ©tunben, währenb welker baS SBetter nicht wefentlichwechfelt, baS außerhalb ftefjenbe ©htarealcium weniger SBaffer aufnimmt als baS imSimtner befinbliche, folange ift baS ledere unbewohnbar. 2Rit §>itfe oon §hgrometernläßt fich ber Serfud) ebenfaßS machen.
©S wäre wol am beflen, wenn aße Sdjuljimmer ju ebener ©rbe liegen würben, fo
baß nur etwa ber .Qeidjenfaat, ber geftfaat, ©aimnlungen u. bgl. in einem jweiten Stocf=
werf untergebracht würben; bei oielftaffigen ©djuten wirb aber bie in folgern gaße ju über=bauenbe ©runbflädje ju groß unb baS ©ebäube ju teuer. 'Hiuß baS ©chutljauS Knabenunb SRabchen gleichseitig aufnehmen, fo legt man bie SRäbdjenflaffen in ben oberen ©tocf,weil bann bie untenliegenben klaffen weniger Oom ©eräufd; ber obenliegenben ju leiben haben,als wenn man Snabenflaffen oben einrichtet. Stod) jwecfmäßiger ift bie §erfteflung ge=trennter Eingänge für bie Knaben unb bie ßRäbdjen, fo baß bann hoch beiberlei ©cßul=girnmer ju ebener ©rbe liegen. SBirb aber baS ©chulhauS nur für ein ©efdflecht ge=baut, fo legt man am beften, ber geringeren ©efaljr wegen, bie klaffen für bie fleinernSinber inS ©rbgefdjoß; man würbe nur bann geswungen fein, oon biefer Segel abjugeljen,unb bie Staffen für fteine Sinber in ben oberen ©tocf ju legen, wenn baS ©ebäube nichtüberaß freist unb baS untere ©tocfwerl nicht ober wenig bem bireften ©onnenlid)tauSgefeht ifi.
Sie Verteilung ber Staffenräume in mehr als jwei ©todwerfe ift ftetS, fchon berAufficht halbe*, bebenflich, unb fann höchßenS bei älteren ©chülern jugelaffen werben,jüngere ©d)üter foßen nicht mehr als eine Sre}tye Ijod) ju fteigen haben.
Sie §auSeingänge werben jmedtnäßig mit Vorbädjern oerfet)en, weit baburch bie^auStüre unb ber hinter berfelben liegenbe Sorptafj Oor bem Anfd)lagen Oon Stegen unb©djnee gef<hü£t werben. Auch an ben genftern fann baS unangenehme unb für baS § 015 =werf berfelben fdjäbtidje Anklagen oon Stegen unb ©djnee jum großen Seil burch ©(hnh*bretter abgehalten werben. Siefer ©djuh giebt jugleid) ein erwünfdßeS ßRittel jur 23e=lebung ber äußeren Ardßteftur beS ©ebäubeS, infofern baS Äußere nicht ju reich unbüberlaben, fonbern einfach gehalten werben foß. Siefe lefcte Sßebingung fdjtießt natürlichnicht auS, baß baS Äußere elegant unb würbig gehalten fei; im ©egenteil muß baS §auSauch im Äußeren jeigen, baß eS eines ber widjtigjten öffentlichen ©ebäube ift, unb mußbeShalö in feiner Ardjiteftur über bie gewöhnlichen ©ebäube ijerOorragen. *) 3ur ÄuS=
*) 3m SSergleid) mit früheren 3eiten gefchieht üßrigenS gegenwärtig entfdjieben mehr fiireine würbige AnSftattung ber Schulhäufer; namentlich bie ©ebäube für höhere Unterrichts»anfialten werben faft aßer Orten, ber inneren Vebeutung ber (Schule entforedjenb, auch inarchiteftonifcher fpinficht bebeutenb, reich, ja prächtig, auSgefüIjrt. 3eid)nungen bet artiger @e=baube finben fich in ben öerfdjiebenen gadjäeitfchtiften jerftreut; in Dr. 2. Siefe, ®aS höhere©chulwefen in Preußen, 1869, finb bie 3ei<hnungen oon ;ehn in ben lebten 3ahren in ißreufjenerbauten ©ebüuben für höhere Schulen enthalten.