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8 (1887) Schule und Haus - Sophisten
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900 @djulgd)iiuöc.

leiftungen guftoß, erhielten fte bdu ihren Schülern anfetjnlidje tponorare, unb fo ge»langten manche ju großen Neicfjtümern. Natürlidj aber ergaben fidj fetjr Berfdjiebene@rabe beS ©infommenS. Denn was junädjft bie öffentlich angeftedten Setjrer anlangt,fo toar baS, waS bie taiferlidje Negierung gemährte, bodj fetjr Born SBedjfel ber ißerfonenunb SSer^ältniffe abhängig, unb in ben gatten, wo ber ©etjalt int wefentlidjen ausNaturalteilungen (SSeijen, ®erfte, SBein) beftanb unb bie einfache Diät ju brei tömifdjenSWobiiS fiir ben Nionat berechnet tourbe, lam manigfache Steigerung (bis jum Dreißig=fachen), aber aud) manigfacfje SBertitmmerung Bor; aud) bie Stabtgemeinben jatjltennidjt immer pünftlid). Die §öhe ber Erträge für außergewöhnliche Arbeiten unb @e=fdjäfte beftimmte fid) ganj nad) Ben befonbern Skrtjältniffen. 2ludj bie Bon ben Schülerngefürberten Honorare unterlagen oielfadljem SBechfel: fte fliegen unb fielen mit ber Saidber Schüler, fie tonnten für eigennützige unb rücffidjtstofe Lehrer eine feljr bebeutenbeEinnahme werben, für bittigbenfenbe unb nadf)fic^ttge auf eine fetjr mäßige Summeherabgehen (?ß^ iIoftx. I, 21, 5, 23, 1, II, 21, 3). sffienn nun am erften gamtar biebet ber Aufnahme ber Schüler Berabrebeten Honorare befahlt werben follten, fo bliebengar manche, bie ihr ©elb Bergan ober bie erforberlidje Summe aus ber §eimat nidjterhalten hatten, in Nücfftanb, unb ber Setjrer mußte bann, wenn er nicht etwa ftatt beS©elbeS 2Bein, Dl über anbere Naturalien erhielt, entweber ju einem Erlaß fid) ent=fdjließen ober an bie Stlngeljörigen ber Sdjüter maljnenb fdjreiben, waS auch nidjt immerben ermünfdjten ©rfolg hatte. Nicht fetten beburfte eS brieflicher ©rinnerungen anjene auch, wenn bie ihm jugewiefenen Schüler für ihre fonftigen SBebürfniffe baS ©r=forberliche nicht betamen. Unb ju leugnen ift nicht, baß bie ©Itern, welche ben Sdjulenber Soptjiften Söhne übergaben, audj für Söliete unb Seföftigung berfelben, für benUnterhalt ber mitgegebenen ißäbagogen unb Diener, für Sehrmittel tc. große Ausgabenju machen hatten. Unter füldjen Umftänben mußte eS neben ben reidjen Setjrmeiflernauch foldje geben, bie auf ein fdjmateS ©intommen fleh befchräntt fafjen, unb wenn nunjuweilen auch burd) Serbienft unb ©lücf emporgehobenen ihre ohnehin nicht mäßigengorberungen mit Strenge gettenb machten, fo tonnten bie weniger begünftigten um fomehr geneigt fein, ben Berbienten Sohn auch mit ©ewaltmitteln einjutreiben (T hem ist.or. XXI, p. 318). Stber baS biente freilid) nicht ju ber hoch immer wiber gewünfdjtenSNehrung beS fitttidjen ©inftuffeS auf bie Schüler, unb Dljatfadje ift eS, baß, wenn inmanchen gälten ben Sehrern h er ?lidje Slnljänglichfeit würbe, in anbern auch wiber einrecht fräftiger Unbant für ihre Ntütje unb Sorgfalt fte belohnte (SieBerS 36 ff.).

Sn ben fpäteren Beiten, als fpeibentum unb ©hriftentum in gewaltigem Kampfeihre Kräfte maßen, mußten bie Sophiften als Vertreter ber alten SBilbung, gleich ben$hilafahh en / bie neben ihnen ftanben, ernfitid) fid) aufgeforbert fühlen, tljre Schüler mitbrennenbem ©ifer für ©ötterglauben unb (Sötterbienft ju erfüllen, unb fie übten wolaudj in foldjer SBejieljung auf bie jugenblidjen ^erjen nicht feiten einen nachhaltigen©inftuß auS; aber wir werben nidjt annehmen tönnen, baß biefer ©inftuß ein religiösbilbenber gewefen fet. Die tiefer erregten ©eifter wanbten ftcfj Bon ihnen hinweg unbbem ©tjriflentume ju. SNit bem fünften Satjrljunbert, als überall im römifdjen NeichebaS §eibentum unter ben Streichen ber Staatsgewalt jufammenfanf, Berlor bie Sopl)iftifjeben äußern £>alt unb jäijtte nicht mehr in ber Entwicklung beS geiftigen SebenS; wo fienoch in befdjränftem Greife ein tümmerlidjeS Dafein friftete, ba war ihre Eljätigteit auffdjulmeifterliche gortführung einer Sehrweife befchräntt, bie nicht mehr Weden, nicht mehrbilben tonnte. 2Bie bie Sirdje für bie -ßrebigt uttb ber Staat für i)5runt= unb @eridjt§=rebe in SBenufjung biefer Überlieferung eine Nachblüte foptjiftifdjer fiunfl fid) gefieberthaben, ift hier nicht ju erörtern. ö- Snmincl f.

SdjulgcMltbc. DaS Schulgebäube ift baju beftimmt, für ben Unterricht berSpüler bie angemeffenen Näume unb Einrichtungen ju bieten. ©S wiberfpricht biefem3tt»ede nicht, baß eS bei metjrtlaffigen Schulen jugleid) für ben Seiter ber Slnfialt unb