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©cßulfefie.
ißrer ©efamtßeit als ein für fid) bcfteßenbeS ©anjeS auftritt unb baburd) in den ©cßü=lern baS »Bewußtfein ber Sugeßörigfeit JU biefem ©anjen lebenbig gemacht wirb: bieS»Bewußtfein erhofft baS ©elbftgefüßl beS ©inseinen unb baS gntereffe für biefe ©efamtßeitunb ißre einzelnen ©lieber, für deren 2M)t unb ©ßre aud) feinerfeitS mitjutuirfen ißmum fo meßr als ^fließt erfcßeint. gür ©d)üter gefdjloffener Slnftalten wirb bieS ©efiißlber Sufammentgeßörigfeit fcßon burd) anbere Umftanbe unb ©inricßtungen, welcße bie ©runb=lagen berfelben bilben, ßeroorgerufen, bie Scßulfefte finb indes für fie nicht minber nötig,ja fie bebiirfen berfelben auS anbern Stüdficßten nod) meßr. : Kenn wie ber gamilien=geift nur auf bem »Boben gemeinfamer ©rinnerungen gebeifjen fann, fo auch in Alumnatenber biefeXbe durchdringende ©emeingeift, ben man richtig jietien unb feiten fofl, nid)taber ganj unterbrüden barf; eS tommt nur barauf an, jenen »Boden gemeinfamer ©r*innerungen redjt ju pflegen unb aße bie großen unb lleinen äRerfjeicßen oergangener Sageliebeoofl feftgu^alten. Slußerbem finb bei bem fieten engeren »Beifammenmoßnen unb = 8 ebenber ©cßüler unb Beßrer in gefcßloffeneit Slnftalten mandje Reibungen unoenneiblicß: biefefönnen leicht ju gewiffcn Schärfen unb Spannungen führen, namentlich swifdjen älterenSchülern unb jüngeren Seßrern. ÜRicßtS ift geeigneter, biefelben ju löfen unb gu be=feitigen, ein offenes, oertrauenSOoßeS, natürliches »Behältnis toiber herjufteßen, überhauptdas Lehrer unb ©cßüler umfcßlicßenbe »Band fefter 31 t 5 ießen unb ihre ^erjen einandernäher j$u bringen, als öffentliche ©cßnlfefte. gerner finb fie öon großer »Bedeutung fürbie »Beurteilung ber ©cßüler: frei oon ber gewöhnlichen ftrengeren Drbnung beS £aufeS-(ilumnatS) ober ber ©cßule entwidelt mancher $nabe ©igenfdjaften, bie burcf) jenenSwang surüdgeßalten toaren, ber eine gute, 5 U beren »Beweifung ißm baS geregelte ©d)ul=leben feine ©elegenßeit gegeben, ein anberer auch tadelnswerte, bie er oorßer unter bemStrange beS ©efeßeS jurüdbrängen mußte.
Um aber ben ©cßulfeften eine fotcße SBirfitng unb »Bedeutung ju oerfchaffen, umfie, möge bie »Beranlaffung getrefen fein, »reiche fie trofle, p trahren greubenfeften fürbie gugenb ju machen, fommt eS oor aßem barauf an, biefe felbft jur tßätigen Keilnaßmein ©efang, Spiel u. f. to. heranjupehen. Stießt jeber Sichrer ift baju geeignet, ja mancherhat fid) cor einer ju eingehenben »Beteiligung 31 t betoahreu, bamit er nicht feiner ©teßungunb perfönlichen 2lcßtung in ben Slugen ber ©datier fdjabe; umfotnehr foßen biejenigenficß tßätig ertreifen, bie baju ©efcßid haben; biefe werben auch unhefdjabet ihrer ©teßung31 t ben Schülern an ben geftfpielen fid) beteiligen tonnen. $ebenfaßS aber muß berSeßrer Keilnaßme für biefe ©piele geigen unb, ift er irgenb ba^u befähigt, fid) 3 mn 2ln-orbner unb freundlichen Statgeber bei benfelben mad;en unb unter ©etrährung möglid)ftgroßer greißeii bod) auf bie »Bead)tung einer getriffen Ordnung halten, bamit fie nichtnad) irgenb einer ©eite hin auSarten. Übrigens foß man bei folchen geften, wie itber=haupt bei bem Spielen unb Kümmeln ber Qjugenb, bie ©d)ranfen auch nicht ju ängftlicßjiehen. ©ie hat ein anderes unb ftärtereS »Bedürfnis nach »Bewegung, als bie © 1 -wad)fenen; wenn fie bieS nicht nad) tgtergenSluft befriedigen tann, ift ihr Vergnügen nicht,ooßftänbig. Saufen unb Springen ift baju ebenfo erforderlich, wie überhaupt ju ißrerleiblichen unb geiftigen ©ntwidlung. »öon biefem ift aber wider ein 3ittfen unb ©dreienfaft unsertrennlicß, baS nicht als Unart, fonbern als ein natürlicher Kräng, und als einefür bie ©ntwidlung ber Sunge, »Bruft u. f. w. notwendige »Bewegung ansufeßen unbbaßer in ber Siegel ganj frei ju gewähren ift, fofern eS nur nicht in Saufen unb ©treitenauSartet (ogl. Suft unb »Bewegung jur ©efunbheitSpflege in ben ©cßuten. »Bon Kl)- »Beder,Karmftabt 1867). §infid)tlid) anberer ©enüffe ift in unferer Seit,-wo faft iiberaß baS»Beftreben oorßerrfcht, über bie oorgefeßriebenen 99aßnen ßinauS ju geßen, aud) barauf juaeßten, baß bie ©cßute bei ihren geften unb geftgeniiffen ben Sinn ber ©enügfandeitunb beS fOlaßßaltenS pflege, baß nießt bie älteren ©cßüler ein Übermaß leiblicher ®e=nüffe fueßen unb ßeitere ©chülerfefte in ©tubentengelage auSarten.
Kie SSeranlaffung ju ©cßulfeften wirb Pon ber ^ireße unb beren geften, ober.